Archiv für die Kategorie ‘Hymne, Lob, Freunde’

Zeilenkampf

November 1, 2009

Stille Stille, schauderlich

Klänge von Klavierhänden ertönen

Stille galt als sonderlich

Stille kam und ging innerlich

Stille ward geblieben

Musik durchbricht das Netz

Noten und Klangweisen ertönen

Es bleiben die Fragen

Stille, innerlich, Stille

Absolut

Der Mondschein verrät                                                    was ich spüren sollt

Die Angst berät mich nicht

Es ist nicht das Dunkle                                                       sondern das Licht

wovor ich mich fürchte

Nicht das Sein

sondern das Wo und Wer

Und manchmal wünscht ich, es wäre ganz leise

und bin allein

Wäre das wohin und warum

das Sein und Bin

 

Meine erste eigene Wohnung…

Oktober 7, 2009

So meine Lieben, jetzt könnt ihr euch auch meine Wohnung per Cyberspace anschauen…Ach ja, die komischen Menschen da auf den Bildern sind meine komischen Mitbewohner und der liebe Stefan :) ..

http://picasaweb.google.de/a.biewener/20091007MeineErsteEigeneWohnung#

Das Planungsei. P.S Kocham cię

Februar 2, 2009

Eins, Zwei, Drei ich habe endlich ein Planungsei…

Ach ja, meine schriftstellerische Kunst.

Also, ich fange morgen offiziell an mit meinem Praktikum fürs PRINZ.

12 Uhr Pressetermin, ich allein und tausend Schnittchen die auf mich warten.

Das Thema: Der Umzug der Bäckerei Wippler. Zumindest soll ich da mal morgen zum Pressetermin, keine bange bekommen und einfach mal hinschauen und dann natürlich aber auch ein Artikel darüber schreiben.

Alles schon fürs Märzheft, versteht sich.

Weitere Themen: Hahah bleiben geheim. Aber keine Angst, ich werde wohl genug zu tun haben.

Naja was gibt’s sonst so Neues. Das Autothema zerreißt gerade die Familie. Grund, das Auto ist von hinten bis vorne nicht mehr zu gebrauchen. Das heißt, wir beiden Frauen wollen ein neues. Ein Beatle versteht sich. Mal schauen, ob das noch dieses Jahr was wird.

Tjoa ansonsten gehöre ich jetzt zur arbeitenden Bevölkerung und die Wochenenden sind meine einzige Luft^^. Oder so ähnlich…

Sooo, ich feiere jetzt mein glücklich sein.

P.S. Hey mein Lieber Daniel. Ich habe dich ja jetzt schon wieder seit längerem vermisst. Das letzte Mal als wir uns gesehen haben war ja wirklich nur sehr kurz. Erstmal, Gratulation, du hast es geschafft, Traumstudium ist immer gut. Und zweitens, ich fühle mich geehrt, dass du immernoch meinen Blog liest, aber um ein bisschen aufzuräumen, beantworte ich dir vielleicht erst mal Fragen selber. Also, nein ich wohne alleine bei meinen Eltern, also bis auf zwei Kaninchen, die aber Tara und Kasia heißen. Und die gute Helen, nun die ist hier sehr gerne, wegen dem gefüllten Kühlschrank und dem großen Fernseher. Was sonst noch. Nein, ich fühle mich nicht schlecht mein FSJ abgebrochen zu haben, weil es gab da nichts abzubrechen, es war wirklich sinnlos. Und ja, ich habe durch simples bewerben auf eine Anzeige im UNICUM meine Praktikumsstelle beim PRINZ erhalten für die restliche Zeit bis zum Studium, dass ich dann hoffentlich in Berlin oder Potsdam aufnehmen werde. Soweit zu meinem aktuellen Stand. Falls du noch Fragen hast, kannste dich einfach bei mir melden. Meine ICQ-Nummer: weßte scho

Ich freue mich immer über Nachrichten von dir. Vielleicht bist du ja sogar am 14. Februar in Dresden. Wir starten dann 12 Uhr am Bahnhof Neustadt…

Liebste Grüße Ann-Kathrin

Dresden, Warschau, Berlin, Hannover und die Welt. Oder auch, wie es ist in der Diaspora zu leben.

Februar 1, 2009

Reisen und Leben was das Zeug hält, die Moderen macht es möglich. Es ist wirklich verwunderlich. Es gibt Menschen, so wie meinen Freund zum Beispiel, der nie im Leben auf den Gedanken kommen würde, seine geliebte Scholle zu verlassen. Es gibt Menschen wie mich, für die der Gedanke ewig auf einem Punkt bleiben zu müssen furchtbar ist. Hamburg, Paris, London. Ich komme. Warum nur. Kommt es davon, dass ich nicht mehr in meiner ursprünglichen Heimat lebe? Die gute Erziehung der Mutter oder bin ich nicht fähig mich ewig an etwas zu binden? Im Endeffekt wird es irgendwie alles zusammen sein. Was habe ich hinter mir. Hannover, Dresden und Warschau. Mein nächster Traum ist ja bekanntlich Berlin. Zur Not nehme ich natürlich auch Hamburg. Nicht, dass diese Städte extrem viel zu bieten haben von Kulturinsel über Hafen bis in die Speicherstadt und zurück zum Nachtleben. Der absolute Traum. Dreier-WG mit meinen Freunden. Mitten in der Innenstadt versteht sich. Verpassen möcht ich ja auch nichts. Und dann. Studium. Mal schauen was geht. Powi, Jüdische Studien, Kulturmanagement. Irgendwas in der Richtung werde ich hoffentlich finden. Ich lebe in der Fremde und ich liebe es. Orte in denen ich noch mal in meinem Leben wohnen möchte: London, NY, Brasilia, Moskau etc. Ich habe noch viel vor. Wie genau ich das machen will, hm, der Plan dazu kommt später würde ich mal sagen. Ich sehe mich da ganz spontan. Hoffen wir nur, dass das so einfach klappt. Ich versuch mein Bestes….

Time to remember

Dezember 8, 2008

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Völlig ohne Zusammenhang bin ich gestern aufgewacht.

Und aufeinmal war diese Szene wieder in meinem Kopf.

Dabei ist sie jetzt bestimmt zwei Jahre schon her.

Es war im Winter. Ich glaube. Es war an der Außenstelle der Schule.

Aus irgendeinem Grund witterte ich, dass irgendwas nicht stimmte.

Also fragte ich sie. Wie war das denn??

Es war dieses Leuchten in den Augen oder vielleicht auch das Grinsen.

Sie sagte nur, da musst du ihn fragen.

Damit war mir eigentlich noch alles klar.

Ich weiß noch, wir standen draußen, vor dem Biozimmer. Es wird wohl die große Mittagspause gewesen sein.

Ich denke Linda und Robert waren diejenigen, die mit draußen standen.

Aus lauter Wut, habe ich gegen die Wand getreten. Ich wurde mit einem schmerzenden Fuß belohnt.

Es ist nicht das, sondern viel mehr, diese Enttäuschung, die ich gespürt habe.

Aber ich glaube der wahre Grund ist, warum ich dafür aufgewacht bin, dass da immer jemand auf mich gewartet hat…

Und jeden Tag bist du doch wieder bei mir…

Kuss

Der erste Schnee im Wonderland

November 25, 2008

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Hab mich länger nicht gemeldet. Ich erkenne eine anschleichende Schreibfaulheit.

Nun kommen wir zum Hauptthema zurück. Endlich mal ein Highlight in meinem Leben hier.

Also bis noch auf die vorletze Woche, ich wisst noch Bond und Co.

War also nun meine Mutter am Weekend hier (ich hab mich an das Słowo Weekend schon total gewöhnt). Also die Mutter war hier. Sogar mit dem Flugzeug. Bemerkenswert. Wir residierten im Marriot, weil meine Mutter eine gewisse Abneigung gegen meine polnische Vorprovinz hegt. Naja.

Zumindest gibt es dort ein suuuper geiles Frühstück, was mich dazu bringt, mich wieder über meine Dickikeit aufzuregen. Man muss sich ja hier mal um was kümmern. Also, ich bin fett. Was haben wir gemacht. Eigentlich auch sehr einfach, wir waren shoppen und das in Massen, also hauptsächlich Weihnachtsgeschenke. Wir haben uns auch in die Stare Miasto getraut, obwohl es einen verrückten Schneesturm gab (aaacchh ich liiieeebbbe Schneee :) ).

Wir waren erst beim Italiener Essen und dann am zweiten Tag noch im traditionsreichen polnischen Restaurant. Es war super kitschick und super lecker. Abends waren wir natürlich wie immer in der Bar und haben uns durch die Cocktailkarte probiert. Unser Zimmer war der Hammer. Also abgesehen vom 31 Stock, mit rießigen Fenstern, auch im Bad. Ich konnte morgens mit dem Panorama von Warschau duschen. Und Warschau ist echt hübsch, vor allem Abends und bei Schnee. Sehr schön. Da kann ich mich nicht beklagen.

Nun ja, der Rückflug war zwar etwas kompliziert, weil er sich wegen Schneeprobleme verschob, aber ansonsten ein gelungenes Wochenende.

Als ich zurück kam, erzählte mir meine Lieblingsoma, dass es streit zwischen Premier und Präsident gibt, keine Neuigkeit, da der eine von der rechten PiS stammt und der Premier von der Liberalen Plattform. Tusk und Kaczyński..Ein tolles Paar. Ja und dann war da noch der lustige Präsident in Georgien. Wirklich intelligent und was passiert, oh wunder, mitten in der Nacht in einem Krisengebiet. Es fallen Schüsse auf das Auto vom Präsidenten. Man man man. Naja polnische Politik. Die Menschen haben hier immer was zu feiern.

Ansonsten läuft es hier wie immer. Heute habe ich dank meines Laptops meiner Lieblingsoma Mozart spielen können, nachdem heut das Singen aus unbekannten Gründen ausgefallen ist. Aber mir erzälht ja hier sowieso niemand was. Von daher mach ich mir nichts draus.

Nächstes Wochenende komme ich ja wegen Kurzbesuch nach Hause. Ich werde hauptsächlich auf dem Weihnachtsmarkt anzutreffen zu sein. Erst beim Glühwein trinken und später, vermute ich, dann noch beim Wodka trinken hrm :) .

Nech, ihr wisst scho.

Naja was ich eigentlich sagen wollte. Habt nen schönen ersten Advent, wer mich sehen will, muss sich bei mir melden und in die Liste eintragen lassen^^…

Habt es gut und viel Schnee…

Bis dann

Hey wo bist du kleine Stimme

Ich vermisse dich schon so lange bei mir

Ach kleine Stimme warst immer mein Begleiter

Kleine Stimme hast mir immer gesagt, was wirklich ist

Ach kleine stimmte ich vermisse dich seit längerem bei mir

Und wer sagt mir jetzt, was richtig ist

Und wer sagt mir jetzt, wenn etwas wichtiges passiert

Ach kleine Stimmte ich habe dich gemocht und ich werde dich wohl sehr vermissen

Ein Leben ist, so unglaublich viel Wert.

Es ist egal, an was du glaubst, an was du denkst.

In dem Moment wo du hier bist, zählt das hier und jetzt.

Und dann. Wie viele werden sich noch an dich erinnern. Wie viele werden öfters noch für dich eine Kerze anzünden- Wie viel kann manchmal zu Bruch gehen.

Das Leben ist so kostbar. So lebenswert. Täglich stirbt ein Mensch mehr. Er wollte es nicht. Und dann ,warum gibt es da noch die anderen. Jeder einzelne Tag ist ein Geschenk. Jeder einzelne Tag, wo man den Wind im Nacken spürt. An dem man ein Gutes Wort und eine gute Tat vollbringt. Jeden Tag ein kostbares Geschenk und trotzdem gehen so viele. Es ist ein Verlust. Es ist ein Verlust, den wir nicht mehr wegmachen können. Wir haben auf der Reise verloren…Manchmal zumindest

Aus der Welt…

November 13, 2008

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Manchmal sagt ein Zeichen mehr als tausend Worte.

Es ist keine Kunst zu reden, aber vielleicht die Kunst die Gefühle in Zeichen auszudrücken.

Wofür Worte, wenn man sich auch ein Zeichen geben kann.

Die Angst mag wohl daran liegen, das Zeichen falsch zu verstehen und anstatt es als gegeben hinzunehmen, liegen wir da und denken darüber, dass es nicht sein kann, weil wir das nicht zu verhoffen vermögen.

Ein, Ich mag dich oder Ich liebe dich hätte doch völlig gereicht.

Aber manchmal reicht nicht das Zeichen aus. Manchmal, wenn man sich besonders unsicher ist, reicht es nicht und dann. Und dann verpasst man eventuell die Chance seines Lebens…

Zu Lieben oder zu vergessen…

Weißt du, ich habe oft da gestanden. Nachts. Und mich gefragt. Wo ist dein Zeichen. Warum gibst du keine Antwort auf die tausend Fragen. Warum bleibt mein Kopf trotz alle dem leer und verlassen.

Wo warst du in den Stunden,

die das Leben nicht zum besseren hingewendet haben.

Ich frage dich, warst du überhaupt da,

in den Stunden wo tausend einsame Tränen geweint wurden.

Und wo warst du?

Weißt du,

es hegt sich die Angst in mir,

es erscheint mir als kompliziert,

es würde wunderbar sein,

es wäre zu schön, das blanke Herz in der Hand zu halten.

Was ich gerne wäre;

Nur, wo ist dein Plan,

was hast du für mich erdacht.

Werde ich dabei sein dürfen.

Menschen kommen und gehen;

Doch DU, wirst wohl immer da sein,

Auch in der Stille wirst du sein.

Resume des ersten Monats

Oktober 12, 2008

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Fünf gefühlte Portweine weiter und kein Land in Sicht….

Nachdem ich nun bei Nosferatu war und mir mit den Absatzschuhe meine Füße ruiniert habe, muss ich wohl mal ne Zusammenfassung der Woche geben. Aaalso, Nosferatu wurde zum Tag der Deutschen Einheit in der Warschauer Nationaloper gezeigt. Begleitet wurde es von dem Babelsberger Filmorchester und dem Orchester der polnischen Nationaloper. Zumindest ich sah urst geil aus, war für die Katz ist, denn in Polen hat die Oper nicht die Bedeutung wie in Deutschland. Da kommt man mit Assiklamotten und geht einfach mitten drin.

Zumindest war das eigentlich ganz schön., Mit deutschen Titeln und Ansprache. Ach ja, da definiert man seine Nationalität einfach ganz neu.

Ich bin glücklich nach Hause gekommen, obwohl ich echt dachte unterwegs sterben zu müssen.

Ich habe mich ja auch bei Ela beschwert, dass ich keine klar definierte Aufgabe habe. Auch das hat sich geklärt. Ich soll mir selbst Arbeit suchen. Einen richtigen Verwendungszweck gibt es nicht für mich. Der neue Direktor…Was solls, wer weiß, aber ich habe schon ein paar Bewohner getroffen, die wirklich liebenswert sind und Deutsch können. Sie versuchen mir zwar immer polnisch beizubringen, aber wenn ich antworte bringe ich meine Mitmenschen eher damit auf die Palme. Ich arbeite Mittwochs immer in Warschau im Diakoniebüro. Dort heißt es übersetzen was das Zeug hält. Das Englische ist mir allerdings wirklich verhasst. Was solls. Zwei mal die Woche, Mittwoch und Montags bin ich beim Sprachkurs in der ziemlich geilen Warschauer Uni. Komische Menschen mit im Kurs, geschweige denn die Lehrerin, aber sie soll mir ja eigentlich nur polnisch beibringen. Hrm.

Bei den Sozialdemokraten war ich auch. Sie waren echt total nett und haben mich erst mal aufgeklärt über das polnische System und demnächst werde ich mich auch mit dem Vorsitzenden der Jugendorganisation FMS treffen. Ich erhoffe mir mehr davon. Vielleicht einfach ein paar Jugendliche die man kennen lernen kann, denn die Einsamkeit ist und bleibt mein ständiger Begleiter. Ich habe sogar eigentlich W-Lan im Haus, nur leider den Schlüssel nicht dazu. Witzig…

Tjoa am Wochenende hatte ich also schon meinen ersten Besuch, erst die Mutti, die schön die Butze eingerichtet hat und dann der Richard.

Tja, ich lass es einfach so stehen. Wer näheres Wissen will, meldet sich doch einfach mal, überhaupt…Meldet euch gefälligst mal bei mir. Nicht zu fassen hier.

Ansonsten will ich so bald wie möglich mal nach Bialstock, um zu ner Freundin zu kommen und dann mach ich vielleicht auch mal auf die Insel, um meine closed Friends zu besuchen.

Für meine zu Hause gebliebenen kann ich nur hoffen, dass sie noch auf mich warten o.O und ihr sollt euch mal Gedanken zum Thema Mädls-WG-Sauf-Party-Wohnung machne ;) .

Ich würde mich wirklich freuen. Die Zukunft mit Alkohol und den besten Mädls der Welt zu fröhnen hrhrhr. Ich hab mir studieren schon immer geil vorgestellt. Wohl ich wirklich sagen muss, dass die Uni hier in Warschau auch nicht so unattraktiv ist. Überhaupt ist Warschau einen ziemlich geile Stadt, wenn da nicht das Problem mit dem Sinn wäre. Naja, ich versuch jetzt erst mal wieder meinen Ein-Mann-Haushalt zu bespaßen und das Passwort für das W-Lan-Netz rauszubekommen. Völlig verhext hier.

Machts gut ihr ollen der Welt.

Immer schön die Ohren steif halten..

Hupfmupf….

P.S. Moj nowe Adress jest:

Ewangelicki Ośrodek Diakonii “Tabita“

ul. Długa 43

05-510 Konstancin-Jeziorna

Pokoj 318

P.S. Ich hab jetzt fließend Internet, ein paar Kontaktadressen und ein saugeiles Wochenende, aber dazu später…

Interkulturrelles

Oktober 12, 2008

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Ein deutsch-polnischer Dialogversuch oder die Erklärung wie die Prolls geboren wurden.

Seit nun mehr als zwei Wochen versuche ich einen regen kulturellen Austausch zwischen diesen Kulturen mit mir selbst zu schaffen.

Deutsche Tugenden. Das sind Ordnung, Pünktlichkeit, Strebsamkeit, Arbeitswillen und Unzufriedenheit.

Als wir als unschuldige kleine Kindern mit diesen deutschen Virus infiziert worden sind, war uns der erste Zugang zu jeder weiteren Kultur zunächst verwehrt.

In Polen ist alles anders.

Es wir hier früher hell, dafür aber auch schon um 18.00 Uhr dunkel.

Wenn was nicht erneuert wird, dann vergammelt es eben einfach.

Wieso denn Stress machen, wenn es auch langsam geht und wenn es schon fast zu spät ist, die größte Panik ever schieben.

Busfahrpläne sind nur eine Richtlinie, aber nicht etwas, was man als wahr nehmen sollte.

Wenn der Busfahrer kein Bock hat zu halten, dann tut er das eben nicht.

Wenn eine Veranstaltung in der Stadt stattfindet, werden die Buse nicht umgeleitet, nein sie fahren einfach spontan so, wie sie eben gerade durchkommen.

Warum arbeiten, wenn man auch Kaffee trinken kann und wieso den Brief austragen, wenn man Fernsehen schauen kann.

Sowie hier der gemeine Proll geboren wurde. Der Polen-Proll. Er macht sich dadurch aus, dass er gegen 12 Uhr im Bus sitzt und sein viertes Bier zischt und dementsprechend schon stinkt. Dann trifft er noch ein paar komische Freunde und macht den Menschen angst. Der Prollologus.

Gut, ich muss auch zugeben, dass hier in Polen, die Freundlichkeit geboren worden ist. Sie versuchen immer, aber auch wirklich immer einem zu helfen. Man wird im engeren Kreis lieb begrüßt und sollte auf das geknarschte Gesicht der Bäckerin nichts geben, sie ist nur in ihrer Ruhe gestört, weil sie arbeiten muss.

Aber wofür einen Plan haben, wenn es doch auch ohne geht. Man muss sich halt mit eingliedern.

Nur eines ist und bleibt mir wirklich ein Rätsel. Mensch was machen die denn in ihrer Ausbildung. Warum wundert man sich so, dass es noch nicht auf dem Weltmarkt klappt. Ist es wirklich zu viel Anspruch, dass Englisch keine fremde Sprache sein sollte. Wie möchte man denn international Handeln, ohne wirklich eine internationale Sprache zu beherschen. Das nervt mich echt tierisch an, oder ich habe zu viel Anspruch. Nicht mit Faulheit und Genügsamnkeit, erreicht man die Spitze, sondern nur mit harter Arbeit und davon sind wir hier in Polen wirklich noch weit entfernt…

Ich will Struktur, Plan und überlegte Handlungen. Vielleicht ist das das Problem zur Weltspitze. Es tut mir Leid, aber derzeit ist noch keine solche Entwicklung in Sicht. Leider…

Es zeiget sich ein wahres Gesicht

September 23, 2008

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Sehr geehrte Damen und Herren, wir befinden uns im Zirkus des Lebens.

Heute treten auf, der Tiger, dargestellt vom Mut, der Affe heute in der Rolle von der Menschlichkeit und zuletzt, das Tapier als der Tapferkeit.

Wir heißen sie alle herzlich willkommen.

So sprang die Weisheit noch spontan dazu. Nun stehen alle in der Manege und wissen nicht, miteinander anzufangen. Die Menschlichkeit fragt sich, was sie mit dem Mut zu tun hat. Das Tapier kann sich nicht vorstellen, mit dem Mut zusammen zu gehen und der Affe fühlt sich eh fehl am Platz zwischen all den Aufgaben.

Sorry, aber ich musste zwischendrinn auch mal etwas lyrisches los werden, auch wenn es dem nicht so gleich kommt, wie ich erzählen mag.

Zuerst…Es ist alle anders als gedacht und zweitens, Vorstellungen sind fehl am Platz. So ein Freiwilliger ist halt alles und nichts. Wie meine Arbeit wirklich aussehen soll, kann man nicht so genau sagen, wo ich wohnen werde auch nicht. Zumindest gibt es viel Urlaub zu verbraten und jeder ist eingeladen Ostern mit mir auf dem Beethovenfestival zu verbringen. Weihnachten geht’s hoffentlich nach Österreich Skifahren und auch da sind noch Plätze frei. Ansonsten gestern die Ankunft in Warschau. Auf einmal völlig ins kalte geschmissen. Spontaner Sprachkurs. Völlig verwirrend und sinnlos, wenn man eh die ganze Sprache nicht versteht. Komisches Seminar ohne Plan und Struktur. Dafür haben wir nun endlich mal coole Leute dabei. Menschen mit wahren Humor mit denen wir einen tollen Abend verbracht haben. Ok, Wodka war auch im Spiel, aber nicht hauptsächlich. Die Nacht war der Horror. Die Matratze ist nur ein Stück Stoff und darunter sind Federn tja und direkt das Fenster zur Hauptstraße nachdem mein Zimmer mir brutal geklaut wurde. Von wegen die Deutschen klauen nicht.

Unser Quotenpole der jetzt mit in der Gruppe ist, macht alles für uns. Deswegen hab ich jetzt Geld auf meiner neuen polnischen Handykarte. Jedoch diese habe ich mir gestern selbst geholt. Eine Handykarte!! Voll geil. Und das auf polnisch…So kann man mich jetzt auch erreichen…

Ansonsten viel Seminar-Sprachquatsch. Heute Mittag waren wir Girogen essen. Maultaschen, ein absolutes Nationalgericht in Polen. Es gibt wirklich noch viel zu sehen. Leider macht das Wetter nicht mit. Seit 3 Wochen keine Sonne mehr. Demnächst muss ich Assitoasten gehen, sonst werd ich noch depressiv. Zu meinen Gewicht Habe das Gefühl abzunehmen, könnte aber auch eine reine Täuschung sein und ich werde insgesamt einfach fetter.

So jetzt muss ich erst noch mal zum Seminar.

Bis dann ihr lieben..Bussis an alle…

(Vor allem an Mama&Papa&Hasis und meinen Schatz und an meine Lini und an den Stefan) :) .

Hab euch lieb!!

P.S..Meine Nummer…0048500826318

Schaut mal nach billig Nummern im Internet und ruft mich an :)

Sooo aaallssooo, gestern nech, gestern der Samstag. Wir, öhm ja geschafft vom Seminar und mal wieder die altbekannte Frage, wie wir uns fühlen und dass wir uns verändern werden und alle unsere Freunde verlieren werden. Ich kann es nicht mehr hören. Ich denke man muss es erst mal sehen was kommt, halt nicht vorher schon die Panikquatsch. Zumindest nach all den schönen Seminaren haben wir uns schön hingesetzt und Poker gespielt. Die Mädls haben haushoch verloren. Nebenbei haben wir ein bissl Nationalgetränk getrunken und sind dann zum Entschluss gekommen in den Klub zu gehen. Also sind wir los gestiefelt ins Studenten viertel. Da sind wir auch fündig geworden, jedoch wollte dann die Hälfte der Gruppe leider nicht mehr am Abenteuer teilhaben. Bitte, das beste verpasst. Also polnische Klubs. An Türstehern fehlt es ja nicht unbedingt. Die Klos….disgusting. Die Getränke, nicht ihr Geld wert. Aber die Musik uiiii…Erst 80er dann 90er und wir endeten mit Elektro. Wir haben vielleicht ab getanzt. Nun zum polnischen Klubverhalten. Es wird getanzt, viel und hemmungslos und vor allem Standtart.Ich denke sie werden damit schon geboren. Zumindest war es ein ziemlich genialer Abend und gegen 4.00 Uhr sind wir dann auch mal nach Hause gestolpert. Die Stadt, in der Nacht absolut hell und erleuchtet. Das war echt mal ein wirklich schöner Abend. Sonntag morgen ging jedoch mit Kirche los. 10.30 hieß es Gottesdienst. Auf polnisch. Es war furchtbar, ich hatte noch nie so viel Angst während eines Gottesdienst einzuschlafen. Und irgendwie war alles anders. Die ganze Liturgie. Völlig anders. Zumindest hatten sie kuhle Chormusik. Danach waren wir noch beim Kirchenkaffe im Kirchenkeller. Aber die Kirche ist auch eine rießige groß Basilika, unbegreiflich, wie die Protestanten hier so viel Geld haben konnten. Zum Mittag gabs ein ordentliches Steak. Das war was. Danach hatten wir Freigang. Shoppingtime. Viel gesehen, viel eingekauft, viel Frust geschoben, aber gut wieder angekommen.

Apropos, mein Knie is im Hintern. Unbegreiflich. Tut sau weh. Zumindest sitzen wir jetzt hier wieder und diskutieren.

Besonders hier zu bemerken ist für mich jedoch gerade noch, dass mein Großer heut Geburtstag hat. Alles alles gute Zum Geburtstag lieber Philip..

Hab viel Erfolg bei dir im Brittenland….

Wir sehen uns ja bald wieder ;) .

Irgendwie ist Internet finden, mehr als die reine Hölle. Man findet einfach keinen öffentlichen Platz zum Internet ziehen. Es ist zum heulen. Fast so ähnlich wie meine Stimmung. Derzeit auf Teifpunkt und ich habe gar keine Lust mehr auf irgendwas. Gott sei Dank gibt es meinen gemütlichen Coffe-Heaven, wo ich zumindest ein bisschen abschalten kann. Aber ob das so bleibt. Hm ich hoffe trotzdem, dass es euch allen soweit gut geht. Morgen geht’s los mit arbeiten und am Freitag ziehe ich dann nach Konstancin, ins Altersheim :) )…Ob mir das so gut bekommt steht noch in den Sternen, aber ich hab ja noch nicht mal angefangen zu arbeiten, geschweige denn polnisch zu lernen…Meinen Cappucino kann jedoch schon durchgängig auf polnisch bestellen.

Der Rest, wird sich zeigen…

Nach einer leichten Downphase und dem Urteil, dass es hier Menschen und Organhandel gibt..Sind wir auf dem Weg der Besserung, ich warte auf Besuch ;)