Archiv für die Kategorie ‘APO-Kriegführen is wo anders’

Entstation Postbahnhof

Oktober 11, 2009

Ich war nach zwei Jahren mal wieder im Postbahnhof. War ein komisches Gefühl.

Aber alles war in Grundzügen noch so wie vorher, nur die Rückfahrt war etwas anders….

Mein Stundenplan

Oktober 7, 2009

Stundenplan 1.Semester

Also zumindest hoffe ich, dass er es wird. Kommt noch Sprachen und Sport hinzu. Das wird so richtig lustig. Vor allem Statistik haut erst mal so richtig rein ;)

Nachgedacht

April 14, 2009

Ich hatte neulich einen durchaus merkwürdigen Traum. Nicht nur, dass viele viele Menschen eine Rolle darin hatten, sondern auch, dass es meistens Leute waren, mit denen ich selten etwas zu tun hatte. Die Welt war in dem Moment verdreht. Leute tot und andere am Leben, die längst gegangen waren. Es war völlig absurd. Ich habe um Menschen getrauert und gleichzeitig war alles völlig normal. Die Sonne schien, wo sie eigentlich nicht scheinen sollte. Völlig absurd und der Tod erschien mir nicht als etwas schlimmes. Vielleicht lag es an Karfreitag. Dieses Jahr ist meine persönliche Ostervorbereitung total den Bach runter gegangen. Nicht gefastet, nicht nachgedacht, nur gehandelt. Nur handeln, auch ein scheiß Gefühl. Vor allem für jemanden, der immer nach Fragen und Antworten sucht und welche braucht, um sich daran festzuhalten. Ich kann aber auch nicht auf einmal den Glauben wieder auf der Straße finden. 2009, ich dachte mein Jahr. Einfach nur, weil die Zahl dahinten so schön aussieht. Es ist es eigentlich auch. Eigentlich, aber manchmal geht wirklich einiges besser, als man es sich wünscht. Zeit für ein Resümee ist noch nicht. Geht auch gar nicht, wer weiß was noch kommt. Immerhin stehen dieses Jahr noch ein paar Wahlen an. Um nicht lügen zu müssen, um mir keine Feinde machen zu müssen, sage ich nichts dazu. Und wenn ich so nachdenke..Hätte ich gerne eine Weltrevolution.

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The air’s so heavy.

Sonnenbad

Februar 6, 2009

Es ist der 6. Februar 2009. Wir haben es frühen Nachmittag rum. Die Sonne scheint mir an die Nase. Immerhin bin ich fast auf selben Höhe mit der Guten. Ich sitze hier im fünften Stock und absolviere offiziell meine Arbeitszeit. Mein unbezahltes Praktikum als Praktikantin beim PRINZ. Meine Arbeitszeit hat sich gewaschen. 9-18 Uhr, immerhin eine Stunde Mittagspause. Und was bringt mir das jetzt eigentlich hier? Ganz einfach, ich darf das machen, was ich liebe. Schreiben- Artikel, kleine große, wichtige, Memos etc. Mir gefällts. Also auf gut deutsch mach ich derzeit nichts außer den ganzen Tag lustig im Büro sitzen und mir Gedanken machen, ob es nun nur Tango heißt, oder ob man Tango gleich auch noch deklinieren muss. Polen hat mich verschandelt. Ich versuche alles zu gendern und zu deklinieren. Also, ich wollte eigentlich nur sagen, bemitleidet mich nicht zu sehr. Ich komme eigentlich ganz gut mit allem klar. Die Sonne, die direkt im Büro hängt, die Ruhe, meine Musik und der hübsche kleine Balkon. Die Entlohnung kommt, wenn ich dann meinen ersten eigenen Artikel sehen darf ;)

Das Planungsei. P.S Kocham cię

Februar 2, 2009

Eins, Zwei, Drei ich habe endlich ein Planungsei…

Ach ja, meine schriftstellerische Kunst.

Also, ich fange morgen offiziell an mit meinem Praktikum fürs PRINZ.

12 Uhr Pressetermin, ich allein und tausend Schnittchen die auf mich warten.

Das Thema: Der Umzug der Bäckerei Wippler. Zumindest soll ich da mal morgen zum Pressetermin, keine bange bekommen und einfach mal hinschauen und dann natürlich aber auch ein Artikel darüber schreiben.

Alles schon fürs Märzheft, versteht sich.

Weitere Themen: Hahah bleiben geheim. Aber keine Angst, ich werde wohl genug zu tun haben.

Naja was gibt’s sonst so Neues. Das Autothema zerreißt gerade die Familie. Grund, das Auto ist von hinten bis vorne nicht mehr zu gebrauchen. Das heißt, wir beiden Frauen wollen ein neues. Ein Beatle versteht sich. Mal schauen, ob das noch dieses Jahr was wird.

Tjoa ansonsten gehöre ich jetzt zur arbeitenden Bevölkerung und die Wochenenden sind meine einzige Luft^^. Oder so ähnlich…

Sooo, ich feiere jetzt mein glücklich sein.

P.S. Hey mein Lieber Daniel. Ich habe dich ja jetzt schon wieder seit längerem vermisst. Das letzte Mal als wir uns gesehen haben war ja wirklich nur sehr kurz. Erstmal, Gratulation, du hast es geschafft, Traumstudium ist immer gut. Und zweitens, ich fühle mich geehrt, dass du immernoch meinen Blog liest, aber um ein bisschen aufzuräumen, beantworte ich dir vielleicht erst mal Fragen selber. Also, nein ich wohne alleine bei meinen Eltern, also bis auf zwei Kaninchen, die aber Tara und Kasia heißen. Und die gute Helen, nun die ist hier sehr gerne, wegen dem gefüllten Kühlschrank und dem großen Fernseher. Was sonst noch. Nein, ich fühle mich nicht schlecht mein FSJ abgebrochen zu haben, weil es gab da nichts abzubrechen, es war wirklich sinnlos. Und ja, ich habe durch simples bewerben auf eine Anzeige im UNICUM meine Praktikumsstelle beim PRINZ erhalten für die restliche Zeit bis zum Studium, dass ich dann hoffentlich in Berlin oder Potsdam aufnehmen werde. Soweit zu meinem aktuellen Stand. Falls du noch Fragen hast, kannste dich einfach bei mir melden. Meine ICQ-Nummer: weßte scho

Ich freue mich immer über Nachrichten von dir. Vielleicht bist du ja sogar am 14. Februar in Dresden. Wir starten dann 12 Uhr am Bahnhof Neustadt…

Liebste Grüße Ann-Kathrin

Dresden, Warschau, Berlin, Hannover und die Welt. Oder auch, wie es ist in der Diaspora zu leben.

Februar 1, 2009

Reisen und Leben was das Zeug hält, die Moderen macht es möglich. Es ist wirklich verwunderlich. Es gibt Menschen, so wie meinen Freund zum Beispiel, der nie im Leben auf den Gedanken kommen würde, seine geliebte Scholle zu verlassen. Es gibt Menschen wie mich, für die der Gedanke ewig auf einem Punkt bleiben zu müssen furchtbar ist. Hamburg, Paris, London. Ich komme. Warum nur. Kommt es davon, dass ich nicht mehr in meiner ursprünglichen Heimat lebe? Die gute Erziehung der Mutter oder bin ich nicht fähig mich ewig an etwas zu binden? Im Endeffekt wird es irgendwie alles zusammen sein. Was habe ich hinter mir. Hannover, Dresden und Warschau. Mein nächster Traum ist ja bekanntlich Berlin. Zur Not nehme ich natürlich auch Hamburg. Nicht, dass diese Städte extrem viel zu bieten haben von Kulturinsel über Hafen bis in die Speicherstadt und zurück zum Nachtleben. Der absolute Traum. Dreier-WG mit meinen Freunden. Mitten in der Innenstadt versteht sich. Verpassen möcht ich ja auch nichts. Und dann. Studium. Mal schauen was geht. Powi, Jüdische Studien, Kulturmanagement. Irgendwas in der Richtung werde ich hoffentlich finden. Ich lebe in der Fremde und ich liebe es. Orte in denen ich noch mal in meinem Leben wohnen möchte: London, NY, Brasilia, Moskau etc. Ich habe noch viel vor. Wie genau ich das machen will, hm, der Plan dazu kommt später würde ich mal sagen. Ich sehe mich da ganz spontan. Hoffen wir nur, dass das so einfach klappt. Ich versuch mein Bestes….

Time to remember

Dezember 8, 2008

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Völlig ohne Zusammenhang bin ich gestern aufgewacht.

Und aufeinmal war diese Szene wieder in meinem Kopf.

Dabei ist sie jetzt bestimmt zwei Jahre schon her.

Es war im Winter. Ich glaube. Es war an der Außenstelle der Schule.

Aus irgendeinem Grund witterte ich, dass irgendwas nicht stimmte.

Also fragte ich sie. Wie war das denn??

Es war dieses Leuchten in den Augen oder vielleicht auch das Grinsen.

Sie sagte nur, da musst du ihn fragen.

Damit war mir eigentlich noch alles klar.

Ich weiß noch, wir standen draußen, vor dem Biozimmer. Es wird wohl die große Mittagspause gewesen sein.

Ich denke Linda und Robert waren diejenigen, die mit draußen standen.

Aus lauter Wut, habe ich gegen die Wand getreten. Ich wurde mit einem schmerzenden Fuß belohnt.

Es ist nicht das, sondern viel mehr, diese Enttäuschung, die ich gespürt habe.

Aber ich glaube der wahre Grund ist, warum ich dafür aufgewacht bin, dass da immer jemand auf mich gewartet hat…

Und jeden Tag bist du doch wieder bei mir…

Kuss

Berlin-Warszawa Express

Dezember 4, 2008

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19:47 und ich sitze seit zweieinhalb Monaten das erste mal wieder im Berlin Warszawa Express. Ich bin auf dem Weg nach Berlin. Das erste mal wieder, seit dem ich meinen Dienst in Polen begonnen habe. Es ist ziemlich komisch. Also ich in Warszawa eingestiegen bin, war es rappel voll. Seit Pozńan nun sitze ich hier alleine und kann in aller Ruhe Musik hören. Die einzigen, die jetzt noch im Pocąg übrig geblieben sind, sind diejenigen, die auch ziemlich deutsch sind. Ach dieser Zug hat schon eine ziemlich krasse und merkwürdige Anziehungskraft. Ich mag es inzwischen in Polen zu reisen, ich mag die Züge sehr und in Polen sind die Züge immmmmerrr pünktlicher als sie sein müssten. Man man Deutschland könnte auch manchmal von den Polen lernen. Ich glaube, es ist eigentlich keine besonders gute Idee nach Hause zu fahren. Es ist immer desto mehr schwer zurück zu kommen. Es wartet dort nicht auf mich. Wohl, das muss ich zurück nehmen. Ich glaube nämlich, ich habe einen neuen Mentor. Jung, männlich, dauerlächelnd. Ich denke, wir werden seeeehr viel Spaß miteinander haben. Tja, ich habe es geschafft, in der Hauptstadt zu sein und niemanden zu kennen. Traurig. Sport kann ich auch nicht machen, weil ich dafür zu weit draußen wohne und Yoga. Ok, ich fürchte mich davor mich bei so was anzumelden. Mir hilft hier aber auch keine Sau. Klar gibt es immer die kleinen Dinge. Es ist auch ehrlich kein besonders schlimmes Erlebnis, aber wie die anderen auf Wolke sieben schwebe ich definitiv nicht. Es ist nichts neues. Vielleicht ein bisschen weniger lernstress. Das gebe ich zu und ich bin total frei. Auch mal ne nette Erfahrung. Und ich werde fett, weil ich ja kein Sport mache. Wir halten fest, wenn ich am Montag zurück komme, werde ich als aller erstes bei der Wäsche nachfragen, wo meine verschwundene Socke ist, auch wenn ich nicht genau weiß was das bringen soll. Danach schleime ich mich beim neuen Mentor ein. Danach beim Direktor wegen Helens Unterbringung. Dann mache ich mir einen Schlachtplan, wo ich eine Luftpumpe her bekomme, um dann mit dem Rower zum Schwimmbad zu fahren und endlich mal reinzugehen und ein paar Bahnen zu schwimmen. Danach schaue ich mir das örtliche Yogahaus an und kläre, was ich die restlichen Wochenenden bis Weihnachten mache, da ist ja Gott segne wenigstens ein bissl was. Wenigstens habe ich immer noch Ziele in Sicht, auch wenn die manchmal auch ganz schön platzen können. Ich muss trotz alle dem noch Lebkuchen und Christstollen kaufen. Ganz oben auf meiner Einkaufsliste. Und jetzt? Ich denke ich werde ein bisschen Vokabeln lernen und dabei noch sticken. Vielleicht schau ich noch ein Video, aber es sind jetzt ja auch nur noch drei Stunden…

Jetzt ist es auch schon fast eine Woche wieder her, dass ich diese Zeilen geschrieben habe.

Vielleicht sollte ich vervollständigen.

Ich bin an dem Tag 23.01 in Berlin-Lichtenberg angekommen.

Dank meinen Eltern, kam ich auch dann noch nach Hause, obwohl dies bedeutete, dass ich Auto fahren sollte. Nach drei Monaten Abstinent wirklich mal wieder was berauschendes. Zu Haus erwartete mich ein toller deutscher Döner. Es tut mir sehr Leid, aber das Fleisch in Polen ist eine Zumutung. Wie dem auch sei. Nach nicht sehr vielen Stunden Schlaf, warum auch immer, schon wieder auf dem Weg nach LE gewesen. Stefftier getroffen und war shoppen. Damit hab ich zumindest schon mal den Samstag Tags gut genutzt. Wir sind dann also nach DD zurück und dort haben wir erst mal geroladet. Jepp, es gab gute deutsche Mutterrolade. Danach haben Linda und ich erst mal das lustige Trinkspiel ausprobiert. Ab da an wird es dann auch schon schwierig mit dem Erinnern. Denn es war Mensch ärger dich nicht mit Wodka. Naja irgendwie sind wir dann in die Stadt und haben dort alle anderen getroffen und irgendwann sind wir dann in die Neuse, weil glaub ich niemand nen Plan hatte. Dort haben wir dann noch ein paar andere aufgegabelt, so dass wir uns im Endeffekt ich glaub mit Johann, Theki,Marie, Linda, Robert, Laura, Karl, Kai, Vincent und Anis zum neuen Flowo gezogen sind. Was für eine scheiß Location direkt hinterm Bhf. Neustadt und wir sind hingelaufen. Da haben wir noch ein paar andere getroffen, den Wodi geleert und uns reingeschlichen und erst mal ordentlich abgedancet. Das war schon was. Wirklich nicht schlecht. Irgendwie bin ich dann auch irgendwann nach Hause gegangen. Also ich glaub zum Bahnhof Neustadt und dann mit dem Taxi weiter oder so. Pff schwierig all sowas. Am nächsten Tag war erst mal ne Runde ausschlafen und Frühstück im Bett. Sehr schön. Auch wenn ich dann scho wieder um 16.30 los musste nach Berlin, aber glücklicherweise mit Begleitung. Nach Warschau bin ich dann mit dem Kiew!!!!-Zug gekommen. Über Nacht. Hatte ein hübsches Abteil und alles, aber schlafen war trotzdem nicht drinn. Also morgens um 5 angekommen und erst mal nach Hause gequält.

Hab mich erst mal dort voll aufs Bett gehauen. Arbeiten war da eh nicht mehr drinn, da eh die Hälfte ausgefallen ist. Naja was solls, also am Dienstag hab ich meine Weihnachtsgeschenke vervollständigt und mein fast perfektes Lebkuchenhaus gemacht. Ich war dann gestern im Büro, aber mit einem rießen Herpes. So, dass ich aus angeblichen Krankheitsgründen schon wieder um eins nach Hause geschickt wurde. Lol. Also lieg ich hier mal wieder krank oder besser ausgeherptes… Traurig. Tjaja, blöd nur, dass man da keine Freunde hier hat, die sich um einen kümmern-.-..

Mein Leben ist nicht irgendwie traurig, es kommt uns allen nur so vor, wirklich.

Ich mach das beste draus, Schöhnheitsschlaf und Janosch auf polnisch lesen…

Also machts gut. Bis dann..

Hallo da oben…

November 20, 2008

Hier regnet es nur, also ab und zu schneit es auch, aber immer nur mitten in der Nacht.

Und es ist laut, weil ich im Dachgeschoss wohne..

Ach Mensch, gerade jetzt frage ich mich ernsthaft, warum ich nicht auf ne Südseeinsel wollte…

Grrrr

Wo ist mein Legobaukasten…

November 15, 2008

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Ob wir jemals erwachsen werden?

Also nicht, dass ich das Rechte hätte jetzt schon über das Erwachsenen Dasein zu philosophieren, aber ich Frage mich gerade, ob es sich überhaupt lohnt erwachsen zu werden.

Einfach so wie das Kind aus Günther Grass Blechtrommel nicht erwachsen werden. Einfach aufhören. Was würden wir dadurch gewinnen. Nun eins ist ganz klar, wir würden nicht ständig zur Rechenschaft gezogen werden. Ein Kind darf tun und lassen was es möchte. Ein Erwachsener sieht sich dann immer irgendwelchen Konsequenzen gegenüber.

Warum also dann erwachsen werden? Ich war nie einer dieser Kinder, die erwachsen werden wollten. Ich wollte immer Kind bleiben und bin es jetzt auch noch und ehrlich, ich bin ziemlich stolz darauf. Natürlich hatte ich als Kind Träume, wie wenn ich groß bin, auszuziehen und mal was ordentliches machen. Zumindest das habe ich ja geschafft und der Rest. Nun, ich bin einfach immer noch ein Kind, aber was soll daran schlecht sein. Ich denke, dass ich in vielen Dingen weiter bin als viele andere meiner Altersklasse, deswegen ecke ich glaub ich auch viel zu oft an. Ich denke einfach zu viel, war schon immer mein Problem. Nur, ich kann erwachsen sein, ich kann alte Menschen pflegen, mich um sie kümmern und Entscheidungen fällen, gleich wie ein Erwachsener. Ich habe eines deutlich hinzu bekommen, die Angst, nur erwachsene Menschen haben wahre Ängste. Als Kind hat man die Angst, dass die Eltern auf einmal nicht mehr da sein könnten, dass der Großvater böse auf einen ist oder dass das gebastelte Geschenk der Oma nicht gefallen wird. Wenn man erwachsen ist, hat man auf einmal Angst man könnte von einem Auto überfahren werden, man könnte nicht genügend Geld verdienen oder man findet nicht rechtzeitig den Sinn des Lebens. Es ist wahrlich hart groß zu sein. Ständig sich rechtfertigen zu müssen. Aber eines, aber eines habe ich mir behalten. Jeden Samstag bin ich bei den Kindern im Gottesdienst und ich fühle mich wie eins von ihnen. Ich spiele mit ihnen Einkaufen oder sitze in der Ecke und baue zu meinem größten Vergnügen Garagen für die Autos der Jungs. Nach dem Gesellschaftskontext macht man so was als Erwachsener nicht. Man führt sich nicht wie ein Kind auf. Auch wen ich wahrscheinlich noch von vielen als Pubertär und kindisch betrachtet werde, muss ich sagen, dass ich zumindest auf mein Kind im Herzen stolz bin und schon einiges mehr erlebt und gemacht habe, als ein noch so gern Erwachsener. So stehe ich nun hier. Sicherlich ich plage mich genau den gleichen Problemen rum, wie jeder, aber eines habe ich dann doch wohl von meinem Eltern gelernt. Manchmal ist das Kind nichts schlimmes. Verantwortung ja, aber manchmal in den kleinen Momenten, einfach mal wieder Kind sein. Ich weiß, dass mein Vater früher zu gern mit mir Urmel gespielt hat, wo auch immer das Spiel ist. Wir sind bis Level 50 gekommen und wir waren ein super Zockerteam. Oder wenn wir vor der Nintendo saßen und Supermario gespielt haben. Da war auf auf einmal das Kind da, obwohl der Mann selbst erwachsen, reif und erfahren ist und ich sein real existierende Kind bin. Oder meine Mutter, die früher zu gern mit mir in die Disko gegangen ist. In die Disse gehen doch nur Teenager. Tja oder manchmal auch Tochter und Mutter, auch da war das Kind und manchmal denke ich, dass es wirklich etwas wertvolles ist und die Gesellschaft das endlich anerkennen soll, dass auch Erwachsene nur große Kinder sind, die ab und zu mal spielen wollen…