Archiv für Januar 2009

Warum es immer einem ganz glasig vorkommt

Januar 30, 2009

Warum hat mir niemand gesagt, dass das mit dem Leben und so gar nicht so einfach ist.
Ich bin nahezu enttäuscht.
Ja, ich bin zurück
Also, es ist endlich ist es amtlich, mein FSJ endet am 1.2.2009.
Naja, immerhin kann ich ein bisschen polnisch, ein Anfang würde ich denken.
Ich bin ja eigentlich immernoch dabei, mich da für den Folgekurs anzumelden. Ich muss mich nur noch hoch bewegen in meiner Faulheit.
Und dann is da ja noch der Toefl-Test fürs Studium.
Grumml, echt ernsthaft, grumml. So ein quark.
Praktikum bin ich jetzt dabei. Das erste Angebot steht im Schauspielhaus kombiniert mit Stadtrat. Nicht schlecht, aber leider nur Halbtags. Was mich dazu bewegt hat, mich noch wo anders zu bewerben. Ich denke jeder kennt seinen stadteigenen PRINZ- Das Magazin.
Und genau dort habe ich mich hier in Dresden beworben.
Ach ja, wie herrlich wäre das.
Aber, wir träumen hier nicht, sondern warten einfach, obs klappt oder nicht.
Dann habe ich viiieell Zeit zum schreiben. Auch hier für. Es gibt ja noch so viele Themen. 27.Januar, Nominierung, Rückkehr.
Vielleicht sollte ich in ner TV-Show noch mitmachen. Die Aussteiger oder so. Nächstes Ziel, Berühmtheit. Wird wahrscheinlich nichts, aber vielleicht läuft mir auf dem Weg dorthin ein knackiger Kerl mit großer Geldtasche über den Weg. Damit hätte ich dann ausgesorgt im Leben.
Ansonsten passiert so viel, wovon ich gerade so wenig mitnehme.
Den Kaninchen geht’s gut. Hab bei IKEA nen Schrank gekauft und Helen nistet sich ein. Das heißt meine Wohnung ist derzeit leider schon vermietet.
Was ich jetzt noch brauche ist selbstverständlich ein Auto. Hm und Bobby, der Ziegenbock.
Lange Geschichte.
Gut, also öh, hiermit sage ich offiziell, ich bin zurück, äh falls es von Interesse ist… ;)

Happy New Year

Januar 5, 2009

Meine Damen und Herren, wir heißen sie herzlich Willkommen in Polenland.
Als erstes bitten wir sie, ein paar Dinge um ihr Wohlergehen abzulegen.
Als erstes bitte ich um ihre Pünktlichkeit, als zweites um ihr Ordnungsbewusstsein und als drittes bitte auch natürlich auch noch darum gleich mal sich mit ihrer neuen Sprache vertraut zu machen.
Nach dem ersten drittel meiner Dienstzeit wird es endlich mal Zeit Resumé zu ziehen.
Der Einstieg war sicherlich alles andere als feierlich. Erst mal komme ich an und hatte das nun für mich bereits übliche, ein Seminar. Danach durft ich erst mal direkt in Warschau bleiben, bis nach einer Woche dann doch mal mein Wohnort klar war. Ich zog also in meine eigenen Einsatzstelle und dort steht mir ein nettes Räumchen mit Küche und Bad zu. So weit so gut. Nachteile, immer erkennbar, ich wohne zwar im direkten Dunstkreises von Warschau, aber leider ist für mich das Verlassen des Dorfes mehr als schwierig. Der reguläre Bus, der nun seit einem dreiviertel Jahr nicht so ganz regulär läuft, stoppt um 17.00 Uhr. Danach muss ich laufen. Was wirklich nicht so romantisch ist, vor allem wenn ich auch bedenke, was mir da Nachts so alles begegnet.
Meine Arbeit war am Anfang ein heiloses Chaos, weil ich gar keinen Plan hatte von dem, was ich nun eigentlich tun soll. Das erwies sich mit der Zeit auch nicht als besser.
Was ich im Endeffekt nun mache, hm polnisch lernen, im Büro mich zum Tippsklaven erklären lassen und mit dem guten alten Menschen spazieren gehen, Musik hören und Stollen futtern.
Ab und zu bin ich ja auch noch in Dresden. Was ich immer nicht als ganz günstig erweist, aber ich habe halt doch eine Fernbeziehung ein kleiner Rest von Freunden und die klein Family.
Am schlimmsten war in der Tat dann wohl der Weihnachtsurlaub. Er war viel zu früh gekommen, doch es war wohl besser so. Mit alten Menschen ist das wirklich schwierig, aber die Zeit die man gemeinsam hat, sollte man nutzen.
Es ist jedoch immer schwer feststellen zu müssen, wer noch bei einem geblieben ist und wer nicht. Also hat sich die Prophezeiung der Seminare doch bewahrheitet. Die meisten Menschen werden dich nicht verstehen können und zum Schluss bleiben nur noch die, die es nachvollziehen können.
Es war trotzdem ein schönes Weihnachten mit dem netten Weihnachtsessen, der fetten Gans und den tausend anderen kleinen Erfahrungen.
Genauso wie der Silvesterurlaub mit den Liebstens als durchaus etwas mit schwierigen Phasen und schönen in Erinnerungen bleibt. Zusammengefasst, ein Mensch wird und kann sich nie im Leben ändern, vielleicht sollte er das auch manchmal gar nicht erst versuchen, ich bin mir unschlüssig.
Nächstes Wochenende werde ich auf Reisen nach Krakau und Auschwitz sein.
Geschweige denn, dass ich mich noch um den Sprachkurs kümmern muss und noch so einiges verändern will. Vielleicht nehm ich mir dieses Jahr doch mal ein Motto vor. Veränder dich selber.
Klingt doch mal nach was. Dann plane ich noch, eine Geburtstagsfeier in Warschau zu geben für alle die, die gerne kommen möchten. Danach eventuell Ski fahren in Zakopane oder meinen Mann bei seiner Kandidatur unterstützen. Ich muss ja jetzt Hausfrauenqualitäten zeigen, die ich leider nur noch nicht besitze, aber Ewa wird mich schon zurecht biegen^^. Ich glaube Frechheit und Arroganz kann sie mir trotzdem nicht austreiben.
Es bleibt halt vieles wie es ist, aber das schlechte gilt es ein Ende zu bereiten.

********************************HAPPY NEW YEAR******************************
*********************Sczesliwego Nowego Roku************************************