Glaubensstandpunkt

By annipie

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Wenn man mich inzwischen fragen würde an was ich Glaube, so müsste ich antworten, ich weiß es nicht mehr. Ich bin am Anfang in dieses Jahr gegangen und dachte wirklich stark gläubig zu sein. Ich habe mich getäuscht. Grundlegend. Zu aller erst war da das Getue der Leute. Als wären sie etwas besonderes oder heiliges. Was in meinem Augen nur absolut verlogen ist. Und danach naja danach kam Polen. Ehrlich, ich finde den Hintergrund der Diakonie Nächstenliebe zu geben immer noch sehr löblich, aber ich sehe das alles inzwischen von einem anderen Standpunkt.

Die Kirche kommt leicht ins trudeln und wird schnell verlogen. Deine Freunde sind auf einmal deine Verräter. Dann wird halt mal schnell der Erzbischof wegen Geldhinterziehung angezeigt.

Es geht um Geld und Machtpolitik, wie eben überall anders auch. Kein Mitarbeiter bei der Kirche ist ein heiliger. Ich weiß auch nicht, ich glaube zwar immer noch an einen Gott oder so was und an Engeln und Co, aber eindeutig nicht mehr von den Standpunkt aus, den ich vorher hatte. Ich finde die Diakonie und ihre Arbeit immer noch extrem wichtig und denke auch, dass die Kirche sehr vielen Menschen Hoffnung und Halt gibt, aber dass sie befreit wäre von dem schlechten, dass gebe ich hiermit offiziell auf. Es ist sicherlich besser, dass zumindest in Deutschland die Kirche nicht als fünfte Staatsgewalt fungiert. Kaum auszuhalten muss ich sagen.

Naja, vielleicht ändert man sich ja doch. So ein Jahr von allem weg. Vielleicht ist es aber auch nur die Fülle an freier Zeit, die man sinnlosen Gedanken verschwendet.

Aber eins bleibt sicher, bei der Kirche und der Diakonie möchte ich nicht mein ganzes Leben arbeiten. Das wäre mir zu verlogen..Es tut mir leid..

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