Archiv für November 2008

Der erste Schnee im Wonderland

November 25, 2008

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Hab mich länger nicht gemeldet. Ich erkenne eine anschleichende Schreibfaulheit.

Nun kommen wir zum Hauptthema zurück. Endlich mal ein Highlight in meinem Leben hier.

Also bis noch auf die vorletze Woche, ich wisst noch Bond und Co.

War also nun meine Mutter am Weekend hier (ich hab mich an das Słowo Weekend schon total gewöhnt). Also die Mutter war hier. Sogar mit dem Flugzeug. Bemerkenswert. Wir residierten im Marriot, weil meine Mutter eine gewisse Abneigung gegen meine polnische Vorprovinz hegt. Naja.

Zumindest gibt es dort ein suuuper geiles Frühstück, was mich dazu bringt, mich wieder über meine Dickikeit aufzuregen. Man muss sich ja hier mal um was kümmern. Also, ich bin fett. Was haben wir gemacht. Eigentlich auch sehr einfach, wir waren shoppen und das in Massen, also hauptsächlich Weihnachtsgeschenke. Wir haben uns auch in die Stare Miasto getraut, obwohl es einen verrückten Schneesturm gab (aaacchh ich liiieeebbbe Schneee :) ).

Wir waren erst beim Italiener Essen und dann am zweiten Tag noch im traditionsreichen polnischen Restaurant. Es war super kitschick und super lecker. Abends waren wir natürlich wie immer in der Bar und haben uns durch die Cocktailkarte probiert. Unser Zimmer war der Hammer. Also abgesehen vom 31 Stock, mit rießigen Fenstern, auch im Bad. Ich konnte morgens mit dem Panorama von Warschau duschen. Und Warschau ist echt hübsch, vor allem Abends und bei Schnee. Sehr schön. Da kann ich mich nicht beklagen.

Nun ja, der Rückflug war zwar etwas kompliziert, weil er sich wegen Schneeprobleme verschob, aber ansonsten ein gelungenes Wochenende.

Als ich zurück kam, erzählte mir meine Lieblingsoma, dass es streit zwischen Premier und Präsident gibt, keine Neuigkeit, da der eine von der rechten PiS stammt und der Premier von der Liberalen Plattform. Tusk und Kaczyński..Ein tolles Paar. Ja und dann war da noch der lustige Präsident in Georgien. Wirklich intelligent und was passiert, oh wunder, mitten in der Nacht in einem Krisengebiet. Es fallen Schüsse auf das Auto vom Präsidenten. Man man man. Naja polnische Politik. Die Menschen haben hier immer was zu feiern.

Ansonsten läuft es hier wie immer. Heute habe ich dank meines Laptops meiner Lieblingsoma Mozart spielen können, nachdem heut das Singen aus unbekannten Gründen ausgefallen ist. Aber mir erzälht ja hier sowieso niemand was. Von daher mach ich mir nichts draus.

Nächstes Wochenende komme ich ja wegen Kurzbesuch nach Hause. Ich werde hauptsächlich auf dem Weihnachtsmarkt anzutreffen zu sein. Erst beim Glühwein trinken und später, vermute ich, dann noch beim Wodka trinken hrm :) .

Nech, ihr wisst scho.

Naja was ich eigentlich sagen wollte. Habt nen schönen ersten Advent, wer mich sehen will, muss sich bei mir melden und in die Liste eintragen lassen^^…

Habt es gut und viel Schnee…

Bis dann

Hey wo bist du kleine Stimme

Ich vermisse dich schon so lange bei mir

Ach kleine Stimme warst immer mein Begleiter

Kleine Stimme hast mir immer gesagt, was wirklich ist

Ach kleine stimmte ich vermisse dich seit längerem bei mir

Und wer sagt mir jetzt, was richtig ist

Und wer sagt mir jetzt, wenn etwas wichtiges passiert

Ach kleine Stimmte ich habe dich gemocht und ich werde dich wohl sehr vermissen

Ein Leben ist, so unglaublich viel Wert.

Es ist egal, an was du glaubst, an was du denkst.

In dem Moment wo du hier bist, zählt das hier und jetzt.

Und dann. Wie viele werden sich noch an dich erinnern. Wie viele werden öfters noch für dich eine Kerze anzünden- Wie viel kann manchmal zu Bruch gehen.

Das Leben ist so kostbar. So lebenswert. Täglich stirbt ein Mensch mehr. Er wollte es nicht. Und dann ,warum gibt es da noch die anderen. Jeder einzelne Tag ist ein Geschenk. Jeder einzelne Tag, wo man den Wind im Nacken spürt. An dem man ein Gutes Wort und eine gute Tat vollbringt. Jeden Tag ein kostbares Geschenk und trotzdem gehen so viele. Es ist ein Verlust. Es ist ein Verlust, den wir nicht mehr wegmachen können. Wir haben auf der Reise verloren…Manchmal zumindest

Hallo da oben…

November 20, 2008

Hier regnet es nur, also ab und zu schneit es auch, aber immer nur mitten in der Nacht.

Und es ist laut, weil ich im Dachgeschoss wohne..

Ach Mensch, gerade jetzt frage ich mich ernsthaft, warum ich nicht auf ne Südseeinsel wollte…

Grrrr

Ikeabummel

November 16, 2008

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Ich war heute beim original polnischen Ikea.

Es war der Hammer. Gut davon abgesehen, dass ich mich zwischen dem etwas schwierigen Pragastadtteil und dem nicht zu gehörigen Stadteil von Warschau entscheiden musste, habe ich dann hab ich das außerhab gewählt. Was natürlich hieß, dass ich ganze zwei Stunden Busfahrt in Kauf nehmen musste. Zumindest habe ich dann kurz vor Sonnenuntergang es endlich hin geschafft in das Jankieinkaufszentrum und musste feststellen, dass exakt gleich ist mit dem Ikeaeinkaufzentrum bei uns. Komplett identisch waren auch die anderen Einkaufsmöglichkeiten. Naja wie dem auch sei. Ich also ins Ikea und ehrlich, das war auch komplett identisch und was noch besser war, auch die Preise waren exakt identisch, aber nicht mit der Eurowährung beschrieben sondern mit Złoty. Der Hammer. Also alles nochmal durch 3,6. Wiieee geil..Es gibt dort echte Traummöbel, also die selben wie in Deutschland nur vierfach billiger…Ich glaub es einfach nicht. Ich bin im Himmel. Ich hab mir dann auch noch ein bisschen was eingekauft. Also um genauer zu sein eine Lampe, Glühbirnen, Kerzen, Steine, Sand, Weihnachtskette und Kekse und Schokolade und das ganze für umgerechnet 35 Euro. Ich bin im absoluten Himmel. Der Haaaammmmerr…Ich liebe dieses Land. Es ist wirklich krass, aber es ist für mich einfach zu Hause inzwischen. Ich liebe mein zu Hause. Ich weiß gar nicht, warum ich jemals mein Haus wieder verlassen soll. Naja, das heißt leider aber auch, dass ich irgendwie total faul geworden bin, noch auszugehen…Das heißt keine polnischen Männer oder gleiches. Kein Alkohol. Traurig. Irgendwie traurig. Aber noch bin ich ganz glücklich damit. Na gut, aber immerhin bin ich auch noch krank…Naja was solls. Ich bin faul…

Morgen will ich mich endlich mal aufraffen und arbeiten gehen. Mal wieder was machen..

So, das mit dem Arbeiten gehen ist dann doch nichts geworden, aber ich habe eine gute Ausrede.

Ich war im Klub. Gestern Abend ein großes hin und her, aber ich bin dann doch letztendlich gegen 23.14 losgefahren um mich dann um 00.00 mit Hassan, dem Jamaikaner aus meine, Sprachkurs zu treffen. Wir sind dann in die Stadt gedüst und sind dann mit Ayid in Klub gegangen. Aber nicht irgendein Klub, sondern voll der edel Schuppen. Guuut, dass ich die ganze Zeit gejammert habe und die beiden Männer immerhin gut verdienen, so haben sie mir das meiste bezahlt. Aber der Klub war der Hammer. Suuuper edel eingerichet und die Menschen darin auch super eedel, aber halt auch die Preise. Die Musik 80, Electro und Techno. Also ich konnt mich absolut nicht beschweren und wir haben echt lange abgedancet…

Naja das Ende der Geschichte war halt dann, dass mich gegen 3.00 Hassan nach Hause gedrivet hat und ich nach langen Türeinschlagen dann gegen 3.30 auch endlich im Bett lag. Was hieß, dass ich nur vier Stunden Schlaf gehabt hätte und das hätte sowohl mein Herz als auch mein Hals wohl nicht ausgehalten, also mach ich heut nen ruhigen. Ich faulenze ein wenig, mach mir große Pläne für die Woche und stelle mich schon mal Mental auf morgen arbeiten ein….

Liebste Grüße an die arbeitende Menschenwelt…

Mir geht’s gut :)

Feel

November 16, 2008

Und auf einmal ist das dieses Gefühl

Und auf einmal ist es da

Ob es mir was sagen wird, kann ich nicht ausmachen

Es ist ein Gefühl

Ein Gefühl

Unbeschreiblich schmerzvoll

Unbeschreiblich schön

Auf einmal ist da ein Gefühl

Und ich vermag darüber zu denken

Wie es mich vielleicht doch beeinflusst

Wie es mich vielleicht doch abhängig macht

Und wie sehr es in Wirklichkeit mein Handeln beeinflusst

Und auf einmal, möcht man mit der Ewigkeit schweben

Einfach nur darüber stehen

Einfach Unendlich sein

Wo ist mein Legobaukasten…

November 15, 2008

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Ob wir jemals erwachsen werden?

Also nicht, dass ich das Rechte hätte jetzt schon über das Erwachsenen Dasein zu philosophieren, aber ich Frage mich gerade, ob es sich überhaupt lohnt erwachsen zu werden.

Einfach so wie das Kind aus Günther Grass Blechtrommel nicht erwachsen werden. Einfach aufhören. Was würden wir dadurch gewinnen. Nun eins ist ganz klar, wir würden nicht ständig zur Rechenschaft gezogen werden. Ein Kind darf tun und lassen was es möchte. Ein Erwachsener sieht sich dann immer irgendwelchen Konsequenzen gegenüber.

Warum also dann erwachsen werden? Ich war nie einer dieser Kinder, die erwachsen werden wollten. Ich wollte immer Kind bleiben und bin es jetzt auch noch und ehrlich, ich bin ziemlich stolz darauf. Natürlich hatte ich als Kind Träume, wie wenn ich groß bin, auszuziehen und mal was ordentliches machen. Zumindest das habe ich ja geschafft und der Rest. Nun, ich bin einfach immer noch ein Kind, aber was soll daran schlecht sein. Ich denke, dass ich in vielen Dingen weiter bin als viele andere meiner Altersklasse, deswegen ecke ich glaub ich auch viel zu oft an. Ich denke einfach zu viel, war schon immer mein Problem. Nur, ich kann erwachsen sein, ich kann alte Menschen pflegen, mich um sie kümmern und Entscheidungen fällen, gleich wie ein Erwachsener. Ich habe eines deutlich hinzu bekommen, die Angst, nur erwachsene Menschen haben wahre Ängste. Als Kind hat man die Angst, dass die Eltern auf einmal nicht mehr da sein könnten, dass der Großvater böse auf einen ist oder dass das gebastelte Geschenk der Oma nicht gefallen wird. Wenn man erwachsen ist, hat man auf einmal Angst man könnte von einem Auto überfahren werden, man könnte nicht genügend Geld verdienen oder man findet nicht rechtzeitig den Sinn des Lebens. Es ist wahrlich hart groß zu sein. Ständig sich rechtfertigen zu müssen. Aber eines, aber eines habe ich mir behalten. Jeden Samstag bin ich bei den Kindern im Gottesdienst und ich fühle mich wie eins von ihnen. Ich spiele mit ihnen Einkaufen oder sitze in der Ecke und baue zu meinem größten Vergnügen Garagen für die Autos der Jungs. Nach dem Gesellschaftskontext macht man so was als Erwachsener nicht. Man führt sich nicht wie ein Kind auf. Auch wen ich wahrscheinlich noch von vielen als Pubertär und kindisch betrachtet werde, muss ich sagen, dass ich zumindest auf mein Kind im Herzen stolz bin und schon einiges mehr erlebt und gemacht habe, als ein noch so gern Erwachsener. So stehe ich nun hier. Sicherlich ich plage mich genau den gleichen Problemen rum, wie jeder, aber eines habe ich dann doch wohl von meinem Eltern gelernt. Manchmal ist das Kind nichts schlimmes. Verantwortung ja, aber manchmal in den kleinen Momenten, einfach mal wieder Kind sein. Ich weiß, dass mein Vater früher zu gern mit mir Urmel gespielt hat, wo auch immer das Spiel ist. Wir sind bis Level 50 gekommen und wir waren ein super Zockerteam. Oder wenn wir vor der Nintendo saßen und Supermario gespielt haben. Da war auf auf einmal das Kind da, obwohl der Mann selbst erwachsen, reif und erfahren ist und ich sein real existierende Kind bin. Oder meine Mutter, die früher zu gern mit mir in die Disko gegangen ist. In die Disse gehen doch nur Teenager. Tja oder manchmal auch Tochter und Mutter, auch da war das Kind und manchmal denke ich, dass es wirklich etwas wertvolles ist und die Gesellschaft das endlich anerkennen soll, dass auch Erwachsene nur große Kinder sind, die ab und zu mal spielen wollen…

Hanami

November 15, 2008

Das Leben

wie eine kleine Kirschblüte

Eine Knospe die entstanden ist

Ein Leben, dass sich erstreckt

Eine Knospe die erwacht um jeden Atemzug

Eine Knospe, die zu einer Blüte reift

Eine Knospe, die nur ein Leben hat

Eine Knospe so zart und rein

Die Blüte sich erstreckt ein leben lang

Die Blüte sich ergibt dem Sonnentraum

Eine Blüte ergibt sich ein leben lang

Eine Blüte eines Tages nicht erhellt

Eine Blüte die im Schimmer verloren

Eine Blüte eines Tages nicht mehr erwacht

Eine Knospe die nun verbleibt

Eine Knospe die neu entsteht

Es ist so kurz, so bedeutend kurz. So schmerzvoll kurz. So einsam erstreckt es sich. Es kann so einsam sein. Es ist der Moment gekommen.?. Es ist zu schwer dich wirklich zu fragen. Wirst du es wissen, wenn es so weit ist. Ein leben lang. Ich frage dich, möchtest du mit mir. Ein leben lang. Ein zarter Hauch der Blüte sein…

Glaubensstandpunkt

November 14, 2008

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Wenn man mich inzwischen fragen würde an was ich Glaube, so müsste ich antworten, ich weiß es nicht mehr. Ich bin am Anfang in dieses Jahr gegangen und dachte wirklich stark gläubig zu sein. Ich habe mich getäuscht. Grundlegend. Zu aller erst war da das Getue der Leute. Als wären sie etwas besonderes oder heiliges. Was in meinem Augen nur absolut verlogen ist. Und danach naja danach kam Polen. Ehrlich, ich finde den Hintergrund der Diakonie Nächstenliebe zu geben immer noch sehr löblich, aber ich sehe das alles inzwischen von einem anderen Standpunkt.

Die Kirche kommt leicht ins trudeln und wird schnell verlogen. Deine Freunde sind auf einmal deine Verräter. Dann wird halt mal schnell der Erzbischof wegen Geldhinterziehung angezeigt.

Es geht um Geld und Machtpolitik, wie eben überall anders auch. Kein Mitarbeiter bei der Kirche ist ein heiliger. Ich weiß auch nicht, ich glaube zwar immer noch an einen Gott oder so was und an Engeln und Co, aber eindeutig nicht mehr von den Standpunkt aus, den ich vorher hatte. Ich finde die Diakonie und ihre Arbeit immer noch extrem wichtig und denke auch, dass die Kirche sehr vielen Menschen Hoffnung und Halt gibt, aber dass sie befreit wäre von dem schlechten, dass gebe ich hiermit offiziell auf. Es ist sicherlich besser, dass zumindest in Deutschland die Kirche nicht als fünfte Staatsgewalt fungiert. Kaum auszuhalten muss ich sagen.

Naja, vielleicht ändert man sich ja doch. So ein Jahr von allem weg. Vielleicht ist es aber auch nur die Fülle an freier Zeit, die man sinnlosen Gedanken verschwendet.

Aber eins bleibt sicher, bei der Kirche und der Diakonie möchte ich nicht mein ganzes Leben arbeiten. Das wäre mir zu verlogen..Es tut mir leid..

Hallo meine Zukunft…

November 14, 2008

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Ich habe gerade mal wieder über mein Lieblingsthema nachgedacht.

Nationalstolz und vorallem das, was ich einem nun ja sagen wir „Sozialisten“ gerne sagen würde, wenn er mich fragt. Ich denke die Religionsdebatte ist hinfällig, das kann aber auch daran liegen, dass man in Polen die Kirche von einer ganz anderen Seite kennen lernt und mir damit nur noch der Glaube an sich bleibt.

Also zurück zum wirklichen Thema…

Ihr, ihr könnt so einfach das Nationalbewusstsein einem Deutschen absprechen.

Natürlich könnt und dürt ihr das, bitte. Ich war auch mal in der Zeit, wo ich dieses getan habe.

Zurecht, ich war pubertär und suchte meine Mitte, aber mir wird immer deutlicher vor Augen, wo die liegt und warum. Natürlich hat besonders ein Deutscher das Problem sich zu seinem Land und seiner Nation bekennen zu dürfen. Was ich sehr witzig finde, denn zum Beispiel Israeliten spricht man das als Deutscher nicht ab, zurecht sie hatten ja jahrelang nur die Diaspora. Wohl hier wieder spannend die Frage ist, ob das Volk Israel nicht in Wirklichkeit eine Religion ist, was das ganze natürlich wieder schwierig macht, aber bleiben wir beim Thema.

Eines Tages, wenn ich ein Kind haben werde, dann werde ich nicht nur darauf stolz sein können, dass es einfach wunderbar ist es zu haben, sondern viel mehr werde ich auch darauf stolz sein, wenn es in Deutschland aufwächst. Wenn alles so bleibt, dann wird dieses Land mir den Frieden und Sicherheit bieten, die ich für meine Familie suchen würde. Ich würde diesem Land vertrauen, dass es Frauen und Männer hervorbringt, die unser Land zu etwas wahrlich großen, friedlichen und wunderbaren machen kann. Ich glaube noch daran. Ich werde stolz sein, wenn es das erste mal einen zusammenhängenden Satz in seiner Muttersprache sagen kann und wenn es aus der Schule kommt und stolz davon erzählt, heute sich mit Goethe beschäftigt zu haben. Vielleicht auch ein bisschen Demokratie gelernt hat, bei den Schülerratswahlen. Ich werde auf all das stolz sein.

Ich werde mit stolz meinem Kind von der Entwicklung erzählen. Von den Höhen, von den großen Männern, von den vielen Denkern und Philosophen. Ich werde ihm erzählen, dass unsere Welt durch einen großartigen Mann besser geworden ist, der sich Willy Brandt nannte und in der selben Partei wie die Mama war. Dass die Deutschen sich damals gegen all den Druck gewährt hatte und unbedingt zu den anderen Deutschen wollten und mit diesem Glauben daran, Mauern sprengen konnten. Und ich werde von Opa und Oma erzählen, die immer für die Demokratie und Freiheit gekämpft haben, auch wenn sie dafür schon mal Rückwärts über die Autobahn gefahren sind.

Aber auch von seinen Urgroßeltern wird es hören. Von der schlimmen Zeit, die sie durch machen mussten. Über die schlimme Zeit, die sie sich aber auch selbst erwünscht haben und sich nicht dagegen gewährt haben. Natürlich soll es auch wissen, dass die Deutsche Nation nicht immer perfekt war, dass ein Volk nie wirklich vollkommen super sein wird. Und das vor allem wir Deutschen um den Frieden und Freiheit kämpfen müssen, weil wir eine besondere Aufgabe haben. Aber trotzdem soll mein Kind stolz sein können auf das, was die Vorgenerationen alles gute geschaffen haben. Es soll alles schlechte verabscheuen.

Und eines Tages werde ich stolz sein, wenn mein Kind fragt, ob ich mit ihm Polnisch reden dürfte, weil es für seine Prüfung lernen muss. Und auch dann werde ich stolz sein, wenn es sich genauso mit anderen Nationen und Völkern beschäftigt, die ebenfalls eine stolze Nation haben und hoffentlich genauso offen sind für das gemeinsame gute in der Welt wie mein Kind…

Ich hoffe, dass es genau so kommen wird..

Notizen

November 14, 2008

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What’s for you

What is for my life

Are you going

Or will you stay

Do you pray

For the night

when you lay down

It’s like a kiss

A softness

A light-kiss

It’s the night

When you can’t sleep

When you will wake up

When you stay in front of me

And say

You’re not alright

So geht auch mal die Zeit vorbei….

November 13, 2008

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So meine lieben zu Hause gebliebenen Freunde…

Wir hatten also langes Weekend, da am Dienstag ja der Nationalfeiertag war.

Nun kommen wir zur eigentlichen Geschichte.

Letzte Woche ist nichts spannendes passiert, außer, dass ich jetzt Sticke und immer noch nach einem Nähzeugladen in Warschau suche. Traurig aber wahr, ich finde in der großen weiten Hauptstadt einfach keinen. Also zurück zum Thema.

Ich habe wieder mit Yoga angefangen, leider noch nicht in einem Studio, da will ich erst noch hinfahren, aber immerhin schon zu Hause. Sonst werde ich einfach noch tęnga, das weibliche Wort für fett. Naja wie dem auch sei. Am Samstag Abend kam die gute Sara mit dem Bus bei mir an. Sie war erst 00.00 bei mir in Warschau, so, dass die Heimfahrt natürlich etwas dunkel wurde und langwierig mit dem Bus. Auch dort sind wie angekommen und zu meinem überraschen, sind wir Nachts um 00.30 sogar sofort rein gekommen. Wir haben noch lange da gesessen und gequatscht und den überaus göttlichen Kuchen gegessen, den ich vorher beim Auchan gekauft hatte. Der Hammer sag ich nur. Sind gegen 3 Uhr ins Bett, aber auch schon wieder um 7.00 raus, weil wir den 10.12 Zug nehmen wollten. Wir also los und im ICC-Center nen total netten Mann gehabt, der sogar uns noch 33 % gegeben hat, weil wir unter 27 sind, es war aber immer noch teuer genug.

Egal, also sind wir in unsere luxuriösen und auch ein wenig zepsuty ICC nach Kraków gewesen.

Gegen 13.00 kamen wir an und der gute Leo nahm uns in Empfang und brachte uns erst mal zu sich nach Hause. Er hat eine riesige Wohnung, aber halt in einer Platte und etwas außerhalb. Dort haben wir Sau gut gegessen und sind dann in die Stadt, um die anderen zu treffen. Danach haben wir nuuur gequatscht und Sightseeing gemacht. Wir haben kaum was gesehen, aber naja. Abends sind wir dann noch ins Kazimier gegangen. Dem jüdischen Viertel, obwohl dort auch etwas wenig war. Naja danach haben wir uns entschieden Essen zu gehen, was auch echt nicht schlecht war. Der Abend wurde eigentlich nur noch recht fröhlich begossen mit irgendwelchen polnischen Freunden von Leo. Der nächste Tag bestand eigentlich fast nur aus Sightseeing, ich wollt ja sagen können, dass ich die Stadt gesehen habe, aber leider hat sich mich ganz und gar nicht begeistert. Zu touristisch, alles muss man bezahlen und irgendwie ist dafür dann doch alles ziemlich „normal“.

Abends haben wir schön bei Leo gekocht und einen fröhlichen Wodka-Abend gemacht…

Als es uns schon richtig lustig wurde, sind wir dann in die Disse gezogen. So wie jeder an dem Abend. Aber in Krakau hört man ja niemanden Polnisch reden, sondern alle nur Englisch, auch ein klasse Phänomen. Wir waren dann noch kurz bei Markus und der wohnt direkt in Altstadt im Pfarrhaus. Super riesige Altbauwohnung, zu beneiden. Echt der Hammer. Naja, die Disse war voll, laut und mit merkwürdiger Musik bespickt und irgendwie bin ich auch aus dem Alter raus, ewig Party zu machen. Am Anfang wars echt lustig und alles, war es eigentlich überhaupt gesammt, aber ich bin dann gegen 3 Uhr allein los gezogen und durch ganz Krakau gelaufen, weil keine Bahn mehr fuhren, aber auch das hab ich irgendwie geschafft. Wenigstens ein paar Stunden Schlaf, weil der Zug morgens schon um 10.00 fuhr…Der ging ewig, aber dafür über Białystok.

Da die in polnischen Zügen ja nicht ansagen, wo man ist, hab ich erst mal glatt meine Station verpasst. Musste dann also von direkt Warschau nach Hause und das hat mich glatte zwei Stunden gekostet. Als ich Home war, wars schon dunkel, wie immer. So viel also zu meinem Wochenende. Gestern war also wieder Arbeit. Übersetzungen und mir das echte Weihnachtsdrama anhören. Das große Weihnachtsprojekt, der Verkauf von Weihnachtskerzen ist zu einem Drama geworden. Erst sind nicht genug gekommen, sondern dann sogar durch ein Bestellfehler falsch aussehende. Ein rieeeßßen Drama. Jaja, naja, Ich war nach Sprachkurs und Co dann noch im Kino. Das war echt nett, ma wieder mit Jonas und Dominik unterwegs zu sein. Ich hatte ne riesen Cola und mein Poppcorn, aber der Film war zum kotzen. Der neue Bond. Wir haben die ganze Rückfahrt nur darüber gesprochen, wie scheiße der eigentlich war, sehr enttäuschend. Dann hab ich noch meinen Bus verpasst und mir blieb dann nur noch der 0.00 Uhr Bus. Ich war dann also 00.45 endlich at Home. Bin sofort rein gekommen und ab ins Bett. So nun lieg ich hier und kann aber nicht arbeiten, weil mich ne Erkältung erwischt hat. Also bleib ich im Bett und hoffe, dass morgen alles besser ist…Hoffentlich…Soviel erst mal dazu. Ich denke, das nächste mal gebe ich einen Politikbericht ab, ich muss hier langsam mal zu ernsteren Dingen kommen…

Ćśeść