Interkulturrelles

By annipie

<!– @page { size: 21cm 29.7cm; margin: 2cm } P { margin-bottom: 0.21cm } –>

Ein deutsch-polnischer Dialogversuch oder die Erklärung wie die Prolls geboren wurden.

Seit nun mehr als zwei Wochen versuche ich einen regen kulturellen Austausch zwischen diesen Kulturen mit mir selbst zu schaffen.

Deutsche Tugenden. Das sind Ordnung, Pünktlichkeit, Strebsamkeit, Arbeitswillen und Unzufriedenheit.

Als wir als unschuldige kleine Kindern mit diesen deutschen Virus infiziert worden sind, war uns der erste Zugang zu jeder weiteren Kultur zunächst verwehrt.

In Polen ist alles anders.

Es wir hier früher hell, dafür aber auch schon um 18.00 Uhr dunkel.

Wenn was nicht erneuert wird, dann vergammelt es eben einfach.

Wieso denn Stress machen, wenn es auch langsam geht und wenn es schon fast zu spät ist, die größte Panik ever schieben.

Busfahrpläne sind nur eine Richtlinie, aber nicht etwas, was man als wahr nehmen sollte.

Wenn der Busfahrer kein Bock hat zu halten, dann tut er das eben nicht.

Wenn eine Veranstaltung in der Stadt stattfindet, werden die Buse nicht umgeleitet, nein sie fahren einfach spontan so, wie sie eben gerade durchkommen.

Warum arbeiten, wenn man auch Kaffee trinken kann und wieso den Brief austragen, wenn man Fernsehen schauen kann.

Sowie hier der gemeine Proll geboren wurde. Der Polen-Proll. Er macht sich dadurch aus, dass er gegen 12 Uhr im Bus sitzt und sein viertes Bier zischt und dementsprechend schon stinkt. Dann trifft er noch ein paar komische Freunde und macht den Menschen angst. Der Prollologus.

Gut, ich muss auch zugeben, dass hier in Polen, die Freundlichkeit geboren worden ist. Sie versuchen immer, aber auch wirklich immer einem zu helfen. Man wird im engeren Kreis lieb begrüßt und sollte auf das geknarschte Gesicht der Bäckerin nichts geben, sie ist nur in ihrer Ruhe gestört, weil sie arbeiten muss.

Aber wofür einen Plan haben, wenn es doch auch ohne geht. Man muss sich halt mit eingliedern.

Nur eines ist und bleibt mir wirklich ein Rätsel. Mensch was machen die denn in ihrer Ausbildung. Warum wundert man sich so, dass es noch nicht auf dem Weltmarkt klappt. Ist es wirklich zu viel Anspruch, dass Englisch keine fremde Sprache sein sollte. Wie möchte man denn international Handeln, ohne wirklich eine internationale Sprache zu beherschen. Das nervt mich echt tierisch an, oder ich habe zu viel Anspruch. Nicht mit Faulheit und Genügsamnkeit, erreicht man die Spitze, sondern nur mit harter Arbeit und davon sind wir hier in Polen wirklich noch weit entfernt…

Ich will Struktur, Plan und überlegte Handlungen. Vielleicht ist das das Problem zur Weltspitze. Es tut mir Leid, aber derzeit ist noch keine solche Entwicklung in Sicht. Leider…

Eine Antwort schreiben

Sie müssen angemeldet sein, um kommentieren zu können.