Archiv für Oktober 2008

Boing

Oktober 31, 2008

Danke danke, meine lieben Fans für euer Mitgefühl.

Morgen ist großer Feiertag. Allerheiligen..Die cmentarz werden glühen..Ich werde dabei sein und danach auf Party.

Danke an meine lieben Leser und die ganzen Familienmitglieder, die immer ständig mitten in der Nacht anrufen müssen^^…

Habt morgen ein gesegneten Allerheiligen..

Apropos. Mein Weihnachtsflug, wird am 24.12 um 14.00 in Dresden landen…

Und manchmal zerplatzen Träume auch

Oktober 30, 2008

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Ja vielleicht wie eine Seifenblase entlässt uns der Traum auf einmal in die Relaität.

Es fängt eigentlich schon damit an, dass wir vom behüteten Nest in die Schule geschickt werden.

Das nächste behütete Nest. Zumindest werden wir nicht in der Schule zum eigenen Denken und Handeln erzogen, sondern viel mehr zum guten Spicken, Betrügen und auswendig lernen tja und dann. Nach 12 Jahren schmeißt man uns einfach so raus. Und dann sollen wir im Leben stehen. Wie denn, nach 18 Jahren, habe ich doch nichts anderes gemacht, als mich von Muttern bekochen zu lassen, mich von den Lehrern belehren lassen und mein Leben so leben lassen. Das Problem ist das Wort lassen. Lassen lässt mich passiv erscheinen. Da ist es wieder, ich werd es wohl nicht los.

Zurück zum Urproblem. Also, da stehen wir aufeinmal im Leben, haben von nichts ne Ahnung und denken mit der besten Schulbildung stehen mir ja jetzt alle Träume offen. Hm, tja und dann überlegt man erstmal was das eigentlich sein soll. Der Traum von DEM Leben.

Niemand, aber auch wirklich niemand macht uns für dieses Leben fertig. Was musst du machen, was kannst du machen und wie machst du alles besser.

Naja, jetzt steh ich hier, hatte mal einen Traum, aber Seifenblasen zerplatzen halt.

Ich habe derzeit leider nichts zu berichten aus Polen. Der Grund, ich wüsste nicht was. Ich arbeite einfach nicht. Ja natürlich ab und zu ein Spaziergang oder eine Unterhaltung und auch mal sonnige Tage dazwischen, wo ich auch mal jemanden füttern darf, aber so prinzipiell. Wo soll meine Aufgabe sein. War es nicht mal eine Seifenblase sozial zu sein. Einmal die Woche arbeite ich dann doch, aber im Büro. Ich übersetze, sotiere und schreder den ganzen Tag. Das ist aber auch herrlich anstrengend. Übersetzungen sind das schlimmste und überhaupt sind die total pingelik, aber vielleicht lerne ich so sorgfältiger zu werden und mir meine Produkte am Ende auch noch mal dreimal durchzulesen. Knochenjob, aber wenigstens was zu tun. Das einzig wahre, richtig anstrengende ist diese Sprache. Ach du meine Güte. Es ist nicht nur so, dass jedes Adjekiv eine weibliche, männliche, sächliche Form hat, nein man dekliniert auch Nomen, Namen und überhaupt alles. Es gibt sechs Fälle, das ist ja noch ok, aber alles von 1-3 wird im Substantiv anders deklinert als das von 5-21 und von vorn. Wenn ich Gramm sage, dann meinen die Wodkaeinheiten und wenn ich ein Gramm will, dann sind das deka und in zehner Schritten. Diese Sprache ist die reinste Hölle. Das mit dem verstehen klappt sehr gut, aber das mit dem Sprechen. Es ist eine reine Glückssache, ob man gerade den Fall oder was auch immer trifft. Die reine Katastrophe. Dziwny.

Und sonst so. Nic nowego.

Jedoch war ich jetzt letztens in der Oper.

Faust von Gonoud. Es war schrecklich. Schrecklich. Schrecklich. Ich wusste ja bereits, dass die Oper auf französisch sein würde, das schreckte mich also nicht mehr ab, aber diese Oper. Die Akustik ist zum heulen. Man hört gar nichts. Das Orchester stand ständig über dem Gesang der Sänger. Ich bin mir gar nicht mal mehr sicher, ob ich überhaupt Gesang gehört habe. Furchtbar. Vielleicht lag es auch an den Sängern. Aber diese miese Akustik. Nein wirklich.

Ich versuche es noch einmal, aber danach gebe ich es auch auf, denn ich habe ja auch immernoch das Problem, dass wenn ich später zur Tabita komme, dass ich ausgeschlossen bin und der scheiß Pförtner immer ne halbe Stunde braucht, bis er aufschließt. Das heißt eine halbe Stunde im kalten. Wohl heut schönerweise 20 Grad waren. Auch nicht so ganz normal für Polen.

Ach ja, wenigstens die Männer sind wirklich was gutes. Also nicht das sie mich interessieren würden, aber mir gefällt, dass die Männer hier hoffnungslos romantisch, zuvorkommend nach der alten Schule sind und etwas vom flirten verstehen, auch wenn sie meistens viel zu früh schon eh verheiratet sind. Das macht sie wieder unsympathisch. Aber zumindest habe ich was gutes gefunden. Nun ja. Dieses Wochenende ist großer Feiertag in Polen. Allerheiligen. Es gibt schon Sonderzug und Buspläne zu den Friedhöfen. Das muss wohl der absolute Hammer werden und ich werde mich auch unters polnische Volk mischen. Morgen geh ich erst mal im Park entspannen und dann mal schauen, was das Wochenende noch so an Partys bringt.

Das darauf folgende Weekend ist wieder frei. Nationalfeiertag. Langes Wochenende. Das heißt ich werd mal nach Krakau fahren und die anderen treffen- Vielleicht lenkt mich das ab, von meiner nicht so rosigen Situation.

Es nervt mich einfach, nur weil ich die scheiß Sprache nicht auf anhieb sprechen kann, muss man noch lange nicht über mich ablästern, dass ich dumm wäre und eh nichts kann, vorallem wenn ich die Sprache die gesprochen wird ja sogar verstehen kann, aber gut, das kommt mir ja auch bekannt vor. Vielleicht wachse ich mit meinen Aufgaben, aber derzeit wächst maximal meine Konfektionsgröße vom Frust fressen.

Entschuldigung für die überwiegend schlechten Nachrichten, aber ich hoffe immernoch auf Besserung…

P.S. Wenigstens hab ich heut gesehen wo für man lebt. Für die vielen kleinen schönen Dinge im Leben…

Geschocktes Vampirverhalten

Oktober 20, 2008

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Es war einer dieser Vollmondnächte, wo ich dachte von einem Werwolf jetzt angefallen zu werden, wäre ok. Zumindest kam so etwas ähnliches über mich. Die Schlaflosigkeit. Nicht nur, dass die ganze Zeit neu gelernte polnische Wörter in meinem Kopf waren und ich die ganze Zeit an mein Studium dachte, nein der Mond schien natürlich auch zu 100% in mein Zimmer. Es war ne ganz tolle Nacht. Ich habe zumindest bewusst 5-Mal auf die Uhr geguckt. Jetzt müsst ich eigentlich mal langsam arbeiten, aber es regnet. Es regnet heut mal wirklich so richtig. Das heißt wohl, dass der Herbst jetzt kommt. Naja, ich werd das schon schaffen.

Und habe ich eigentlich schon mal von dem ausgeklügelten Überwachungssystem erzählt.

Von den komplett neu ausgestatteten Kameras, die in meinen Augen in einem Altersheim echt nicht notwendig sind, oder von den Überwachungsmännern.

Also das ist so mit denen. Ich war letztes Wochenende endlich mal mit deutschen Freiwilligen aus.

Nicht nur, dass die alle geile Projekte haben und zusammen in ner Wg wohnen und dazu noch im jüdischen Institut angestellt sind, nein sie arbeiten sogar für sinnvolle Sachen. Egal. Zumindest haben wir uns getroffen und haben einen lustigen Kneipentourenabend gemacht, jeder der zu mir kommen wir, dem verspreche ich, das selbe zu tun…in die Tittenbar^^..Naja bleiben wir beim Punkt, also ein supervollduperkuhler Abend und ich , weil ich noch nicht mit den Nachtbussen vertraut bin, nehme also den letzten Stadtbus und komme 00.23 an. Ich muss noch ordentlich laufen und bin also so ungefähr 00.35 vor meiner Tür und möchte rein. Da der Wachdienst aber Nachts abschließt muss ich klopfen. Also klopfe ich, ich klopfe, ich klopfe. Trete gegen die Tür niiiicchhtss.. Das wiederholt sich einige Mal. Nach einer geschlagenen halben Stunde hat mich der Trottel rein gelassen und mich angemault, ich soll doch nicht so ne Panik verbreiten?? Hallo. Es ist scheiße kalt draußen und der hat nichts besseres zu tun als zu pennen und mich dann anzumaulen. Unfassbar. Was ist, wenns brennt oder der Krankenpfleger rein muss…Grr. Wie wurde ich belohnt. Natürlich. Mit einem Schnupfen. Und es wird noch besser. Aufgrund meines Schnupfens durft ich ja dann auch nicht mehr arbeiten. Ich könnt ja jemanden anstecken. Scheiße man. Also schlafen, Greys gucken und futtern. Aufregend…

Naja, war dann diese Wochenende bei ner original Polenparty..Da wurde viel gelabbert und vor allem in unbekannten Sprachen. Aber es war echt mal cool so was mitgemacht zu haben. So kann ich jetzt mit stolz sagen, ich war schon mal auf ner Polenparty…

Am Morgen musst ich jedoch früh raus. Hab mich mal in die Kirche gequält. Kindergottesdienst, aber dieser entpuppte sich mit als Highlight des Monats. Nicht nur, dass die Kidies total süß sind, nein man hat sogar das Gefühl was zu tun zu haben. Das war echt super. Den restlichen Sonntag habe ich dann mit Polnisch lernen zu gebracht und Sightseeing. Die Pics davon, könnt ihr auf meiner Foto-Seite anschauen. Die Verlinkung ist dafür unten recht….

So, also ich arbeite jetzt doch ab und zu und genieße noch die letzten Sonnenstrahlen und planen meinen Urlaub..Will ja noch nach London, obwohl ja leider das nicht mehr ganz sicher ist.

Ich verstehe jeden, der wegen Sinnlosigkeit oder Depressionen aufgibt, aber ich sehe bis jetzt noch keinen wahrhaftigen Grund dafür. Man schlängelt sich so durch, auch wenn es manchmal wirklich etwas sinnlos ist, aber hey…Dafür kann ich mal sagen, ich hab ein Jahr in Polen gelebt und kann hoffentlich am Ende auch die polnische Sprache, die ja echt wahnsinnig schwierig ist. Klasse, aber ich versuche mich redlich daran…

Ich habe einen Plan, auch wenn ich noch nicht weiß, wohin der mich bringen wird…

Ich denke ganz fest an euch und vermisse euch sooo…

Ich will demnächst mal rüberkommen und Hallo sagen…

Also bis danni

Stell dir mal vor, alles ist anders

Oktober 13, 2008

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Meine Lieben, was für ein Wochenende…

Ich war im Bialystock, weil die reine Verzweiflung meines Daseins und meiner Zukunft mich fast umgebracht hätten. So entschied ich zu ner Freundin zu fahren, weil die Einsamkeit übermannte. So bin ich also am Freitag zum Bahnhof gefahren, um mir eine Karte zu kaufen. Ich bin erst zum internationalen Schalter, weil die nur Englisch können. Keine Chance, hier gibt’s keine Tickets..Ich völlig genervt, also an die ewig lange Schlange und habe 45 Minuten gewartet, um mir dann im perfekten polnisch mein Zugticket zu bestellen (:)..Danach bin ich in die Stadt, weil ich mich mit der Fms (JUSO) Vorsitzenden aus Warschau treffen wollte. Das haben wir dann auch gemacht und es war echt schön, mit jemanden mal quatschen zu können. Wir haben zwei Stunden über Politik und Deutsch-Polnische Beziehungen gelabbert. Danach hat sie mich zum Bahnhof gebracht, weil mein Zug um 20.30 kam. Der war natürlich supervoll. Wie jeder polnische Zug. Also ab ins Abteil gequätscht und gelesen und gelesen. Um 22.45 bin ich dann in fast Weißrussland angekommen und wurde von Sara abgeholt. Die natürlich keine Ahnung hatte, welchen Bus man nun nehmen müsste, weil der andere nur eine Teilstrecke fuhr. Wir sind dann gelaufen. Sie wohnt mit einer armenischen Freiwilligen bei einer alten Dame. Sie hat eindeutig eine kleinere Wohnung, aber es ging schon.

Am nächsten Tag war ich das erste mal ernsthaft arbeiten^^…Im Kidsclub bei Sara. Das war wirklich superschön, die Kinder total lieb, das Personal super freundlich und das essen war herrlich.

Danach haben wir Pläne für Reisen gemacht und für den Abend. Wir traffen uns später dann noch mit einer schwedischen Freiwilligen und entschieden uns für Alkoholspielchen auf schwedische Art. Das heißt wir waren etwas leicht betrunken. Wir sind dann in einen Klub gegangen mit der Mentorin von der Schwedin und ihren Freunden. In den ersten Klub kamen wir nicht rein, weil unsere Schuhe nicht gut genug waren, aber in die Mesa sind wir dann reingegangen. Da wurde viel gefeiert und viel getrunken und der Rest ist glaub unwichtig, außer dass polnische Männer mir eindeutig zu direkt sind.

Am nächsten Tag wollte ich dann eigentlich den Bus nach Warschau nehmen. Erst klingelte mein Wecker nicht und Sara weckte mich dann 10 bevor der Bus losgehen sollte. Ich also noch sehr katerig aufgesprungen und hab auch den Bus zum Bus bekommen, doch der fuhr anders und so hab ich meinen Warschau-Bus verpasst. Ich also zum Bahnhof und Ticket gekauft. Der Zug ging ne Stunde später. Ich habe eigentlich nicht viel gemacht außer geschlafen und gehofft, dass ich mich nicht übergeben muss. Genau das selbe und fast noch ein bisschen schlimmere Problem hatte ich dann im Bus nach Hause, aber ich habe es geschafft, überlebt und hab dann noch ein wenig geschlafen zu Haus. Bin danach mal nen Spaziergang machen gewesen und die Vielseitigkeit von Konstancin angucken. Hab dann meinen Pfaffe angerufen, was nu mit Internet ist. Der hatte isch verpieselt und versprach mir aber den Code zu schicken. Das hat er dann auch gemacht und so meine Lieben, habe ich jetzt fließend Internet. Das heißt ich beantworte jede E-Mail, schreibe oft Blog, bin bei ICQ und werde demnächst auch mal Fotos hochladen. Andere Freiwillige sind auch schon in meinen Kontaktkreis eingetreten und so hoffe ich doch nicht mehr so lange allein bleiben zu müssen in Warschau…

Bis dahin..Eure Ann-Kathrin

Resume des ersten Monats

Oktober 12, 2008

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Fünf gefühlte Portweine weiter und kein Land in Sicht….

Nachdem ich nun bei Nosferatu war und mir mit den Absatzschuhe meine Füße ruiniert habe, muss ich wohl mal ne Zusammenfassung der Woche geben. Aaalso, Nosferatu wurde zum Tag der Deutschen Einheit in der Warschauer Nationaloper gezeigt. Begleitet wurde es von dem Babelsberger Filmorchester und dem Orchester der polnischen Nationaloper. Zumindest ich sah urst geil aus, war für die Katz ist, denn in Polen hat die Oper nicht die Bedeutung wie in Deutschland. Da kommt man mit Assiklamotten und geht einfach mitten drin.

Zumindest war das eigentlich ganz schön., Mit deutschen Titeln und Ansprache. Ach ja, da definiert man seine Nationalität einfach ganz neu.

Ich bin glücklich nach Hause gekommen, obwohl ich echt dachte unterwegs sterben zu müssen.

Ich habe mich ja auch bei Ela beschwert, dass ich keine klar definierte Aufgabe habe. Auch das hat sich geklärt. Ich soll mir selbst Arbeit suchen. Einen richtigen Verwendungszweck gibt es nicht für mich. Der neue Direktor…Was solls, wer weiß, aber ich habe schon ein paar Bewohner getroffen, die wirklich liebenswert sind und Deutsch können. Sie versuchen mir zwar immer polnisch beizubringen, aber wenn ich antworte bringe ich meine Mitmenschen eher damit auf die Palme. Ich arbeite Mittwochs immer in Warschau im Diakoniebüro. Dort heißt es übersetzen was das Zeug hält. Das Englische ist mir allerdings wirklich verhasst. Was solls. Zwei mal die Woche, Mittwoch und Montags bin ich beim Sprachkurs in der ziemlich geilen Warschauer Uni. Komische Menschen mit im Kurs, geschweige denn die Lehrerin, aber sie soll mir ja eigentlich nur polnisch beibringen. Hrm.

Bei den Sozialdemokraten war ich auch. Sie waren echt total nett und haben mich erst mal aufgeklärt über das polnische System und demnächst werde ich mich auch mit dem Vorsitzenden der Jugendorganisation FMS treffen. Ich erhoffe mir mehr davon. Vielleicht einfach ein paar Jugendliche die man kennen lernen kann, denn die Einsamkeit ist und bleibt mein ständiger Begleiter. Ich habe sogar eigentlich W-Lan im Haus, nur leider den Schlüssel nicht dazu. Witzig…

Tjoa am Wochenende hatte ich also schon meinen ersten Besuch, erst die Mutti, die schön die Butze eingerichtet hat und dann der Richard.

Tja, ich lass es einfach so stehen. Wer näheres Wissen will, meldet sich doch einfach mal, überhaupt…Meldet euch gefälligst mal bei mir. Nicht zu fassen hier.

Ansonsten will ich so bald wie möglich mal nach Bialstock, um zu ner Freundin zu kommen und dann mach ich vielleicht auch mal auf die Insel, um meine closed Friends zu besuchen.

Für meine zu Hause gebliebenen kann ich nur hoffen, dass sie noch auf mich warten o.O und ihr sollt euch mal Gedanken zum Thema Mädls-WG-Sauf-Party-Wohnung machne ;) .

Ich würde mich wirklich freuen. Die Zukunft mit Alkohol und den besten Mädls der Welt zu fröhnen hrhrhr. Ich hab mir studieren schon immer geil vorgestellt. Wohl ich wirklich sagen muss, dass die Uni hier in Warschau auch nicht so unattraktiv ist. Überhaupt ist Warschau einen ziemlich geile Stadt, wenn da nicht das Problem mit dem Sinn wäre. Naja, ich versuch jetzt erst mal wieder meinen Ein-Mann-Haushalt zu bespaßen und das Passwort für das W-Lan-Netz rauszubekommen. Völlig verhext hier.

Machts gut ihr ollen der Welt.

Immer schön die Ohren steif halten..

Hupfmupf….

P.S. Moj nowe Adress jest:

Ewangelicki Ośrodek Diakonii “Tabita“

ul. Długa 43

05-510 Konstancin-Jeziorna

Pokoj 318

P.S. Ich hab jetzt fließend Internet, ein paar Kontaktadressen und ein saugeiles Wochenende, aber dazu später…

Da gabs doch mal ein Film…

Oktober 12, 2008

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Ich bin Deutsche, ja genau, ich bin nicht Deutschland oder so ein Blödsinn, ich bin eine Deutsche. Ich habe eine Nationalität und ich bin stolz darauf. Jaja ich weiß, schmeißt mich ruhig bei den Sozialdemokraten raus oder gibt mir die Chance mich zu erklären. Wisst ihr. Das erste ist, dass ich Deutschland vermisse. Ich vermisse die Sprache, die Kultur.

Wisst ihr, ich wäre wirklich die erste die an der Grenze steht und mit dem Hammer versucht all die Ländergrenzen aus der Karte zu streichen und ein gemeinsamer was auch immer UNO oder so zu schaffen. Das wäre geil, aber die Nationalkultur sollte bestehen bleiben. Sie sollte bestehen bleiben als nationale Unterschied. Warum sag ich das, ich bin Anpassungsfähig, auch wenn man das auch keiner glaubt. Ich fühle mich wohl um polnischen Ungestüm, aber Leute, ich bin auch irgendwann auch mal wieder froh mit der Deutschen Bahn zu fahren oder mit dem Bus. Es ist einfach auch etwas anstrengend, wenn Fahrpläne nur eine Richtlinie bedeuten. Ich finde den Romantikgedanken so toll hier in Polen. Er ist wunderbar, aber ich vermisse auch meine Deutsche Kultur. Die Opern, die Theaterinszenierungen, die Musik, die Lyrik. Das alles ist in Polen ganz anders und für mich auch nicht ganz verständlich. Ich kann nicht nur stolz auf das sein, was ich selbst geschaffen habe, sondern ich kann auch auf das stolz sein, was Vorfahren oder Menschen, die in Deutschland gelebt haben, geschaffen haben, an deren Sachen ich jetzt partizipiere. Ich möchte jedoch auch nicht auf die Strahlenforschung von Marie Curie verzichten.

Ich weiß nicht, ob mich hier jemand versteht. Ich bin weder stolz auf all das schlechte, was Deutschland zu Recht als als hauptverantwortliches Land zu tragen hat und ich bin auch nicht stolz, auf diese massiven Unterschiede, die wir haben im Land selber. Aber ich bin mit guten Herzen eine Deutsche. Ich liebe meine Kultur und mein Land und ich weiß auch zurecht. Ich finde es toll mich hier in Polen darüber zu verständigen, wie ist es bei mir und wie hier. Es gibt überall Vor und Nachteile. Ich bin Patriotin geworden, auch weil das Leben in einem anderen Land einen dafür sensibilisiert, aber ich muss auch sagen, ich bin die erste mit dem Hammer und dem Wunsch, auch andere Kulturen und Länder entdecken zu dürfen.

Interkulturrelles

Oktober 12, 2008

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Ein deutsch-polnischer Dialogversuch oder die Erklärung wie die Prolls geboren wurden.

Seit nun mehr als zwei Wochen versuche ich einen regen kulturellen Austausch zwischen diesen Kulturen mit mir selbst zu schaffen.

Deutsche Tugenden. Das sind Ordnung, Pünktlichkeit, Strebsamkeit, Arbeitswillen und Unzufriedenheit.

Als wir als unschuldige kleine Kindern mit diesen deutschen Virus infiziert worden sind, war uns der erste Zugang zu jeder weiteren Kultur zunächst verwehrt.

In Polen ist alles anders.

Es wir hier früher hell, dafür aber auch schon um 18.00 Uhr dunkel.

Wenn was nicht erneuert wird, dann vergammelt es eben einfach.

Wieso denn Stress machen, wenn es auch langsam geht und wenn es schon fast zu spät ist, die größte Panik ever schieben.

Busfahrpläne sind nur eine Richtlinie, aber nicht etwas, was man als wahr nehmen sollte.

Wenn der Busfahrer kein Bock hat zu halten, dann tut er das eben nicht.

Wenn eine Veranstaltung in der Stadt stattfindet, werden die Buse nicht umgeleitet, nein sie fahren einfach spontan so, wie sie eben gerade durchkommen.

Warum arbeiten, wenn man auch Kaffee trinken kann und wieso den Brief austragen, wenn man Fernsehen schauen kann.

Sowie hier der gemeine Proll geboren wurde. Der Polen-Proll. Er macht sich dadurch aus, dass er gegen 12 Uhr im Bus sitzt und sein viertes Bier zischt und dementsprechend schon stinkt. Dann trifft er noch ein paar komische Freunde und macht den Menschen angst. Der Prollologus.

Gut, ich muss auch zugeben, dass hier in Polen, die Freundlichkeit geboren worden ist. Sie versuchen immer, aber auch wirklich immer einem zu helfen. Man wird im engeren Kreis lieb begrüßt und sollte auf das geknarschte Gesicht der Bäckerin nichts geben, sie ist nur in ihrer Ruhe gestört, weil sie arbeiten muss.

Aber wofür einen Plan haben, wenn es doch auch ohne geht. Man muss sich halt mit eingliedern.

Nur eines ist und bleibt mir wirklich ein Rätsel. Mensch was machen die denn in ihrer Ausbildung. Warum wundert man sich so, dass es noch nicht auf dem Weltmarkt klappt. Ist es wirklich zu viel Anspruch, dass Englisch keine fremde Sprache sein sollte. Wie möchte man denn international Handeln, ohne wirklich eine internationale Sprache zu beherschen. Das nervt mich echt tierisch an, oder ich habe zu viel Anspruch. Nicht mit Faulheit und Genügsamnkeit, erreicht man die Spitze, sondern nur mit harter Arbeit und davon sind wir hier in Polen wirklich noch weit entfernt…

Ich will Struktur, Plan und überlegte Handlungen. Vielleicht ist das das Problem zur Weltspitze. Es tut mir Leid, aber derzeit ist noch keine solche Entwicklung in Sicht. Leider…