Archiv für September 2008

Arbeitssteps

September 30, 2008

Der erste Arbeitstag, oder besser gesagt, der erste Tag, wo ich mich versucht habe selbst zu beschäftigen. Zumindest bin ich nach Arbeitszeit um acht aufgestanden. Nichts. Nichts zu tun. Dann bin ich wieder hochgegangen. Bin zum Frühstück wieder gekommen. Nichts zu tun. Dann hab ich mal gefragt, was ich hier eigentlich machen soll. Dann durfte ich einen älteren Herren füttern, aber das sollte ich dann doch wieder nicht tun, als die Ehefrau kam und sie mir das auf polnisch versuchte zu erklären und letztendlich ihre Tochter angerufen hat, die mir das auf englisch erklärt hat. Wie ernüchternd. Das also auch nicht. Dann durfte ich eine andere ältere Dame füttern, sie konnte sogar deutsch, wie fast alle älteren Damen. Das hab ich zwar auch nicht so richtig gemacht, aber besser als gar nichts. Dann bin ich mit zur Maltherapie. Als dort die Frauen gehört haben, dass ich aus Deutschland komme und aus Dresden, fingen sie erst einmal an von ihren KZ-Erfahrungen zu sprechen. Mist, sie hassen mich. Aber auch dort nur völlige langeweile. Bin danach zum Direktor. Der redete mit mir aucht nicht. Der laberte mich auf polnisch zu, obwohl er weiß, dass ich es nicht kann und er auch englisch sprechen kann. Sinnlos, das heißt ich weiß immernoch nicht, wann ich arbeiten soll, was ich arbeiten soll und ob es hier eine Waschmaschine gibt. Zum heulen. Zumindest soll ich jetzt immer mit zwei Personen rausgehen, beides ehemalige Pfarrer. Die eine kann sehr gut deutsch und ist 95 und ich kann mich wunderbar mit ihr unterhalten. Das hat meine Laune etwas aufgemuntert. Hab dann Ela angerufen, weil ich noch den Sprachkurs machen muss. Zumindest heut nach Warschau. Aber ob ich hier gebraucht werde. Tja das Gefühl verspüre ich noch nicht so richtig. Schade…

So und mein zweiter Arbeitstag. Also ehrlich ich habe nichts gemacht. Und nach einer langen Zeit der Sinnlosigkeit habe ich mich entschieden nach Warschau zu fahren. Hab mich dort bei der Uni Immatrikuliert..Naja eben zum Sprachkurs angemeldet…Danach war ich im Buero. Karin konnte mich ein wenig aufmuntern von meiner schwierigen Arbeitslage. Ela wird alles hoffentlich schon richten. Sie will mit Waldemar reden, dass er mir erst mal zeigt, wo ich ueberhaupt lebe und was ich zu tun habe. Ich soll zumindest mithelfen beim Essenausgeben, dann spazieren gehen und bei der Ergotherapie mithelfen.

In Polen geht alles ein wenig langsamer. Ist sehr ungewohnt fuer mich. Ich mit meinen deutschen Tugenden. Schlimm ist das. Aber gut, so habe ich viel Freizeit. Die werde ich noch in was investieren denke ich, auch wenn ich noch nicht weiss in was. Derzeit bin ich Computerspielsuechtig und DVD-Abhaengig. Gestern habe ich sogar noch polnisch gelernt. Sonntags ist dann fuer mich immer Kindergottesdienst und mit der Zeit Abends eventuell sogar Schulunterricht. Mal schauen was kommt. Hauptsache ich habe was zu tun. Sonst werde ich als einsame Pflanze sterben.

Was ich trotzdem nicht verstehen werde ist, warum hier niemand eine Fremdsprache spricht. Sowas sollte man per Gesetz erlassen. Was solls. Mal schauen was kommt. Am Wochenende kommen zumindest schon mal meine Innenarchitektin (alias die Mutter) und meine Waermflasche (alias der Freun)…

Der erste Besuch ever…Freeuuu und dann am Donnerstag Nosfretatu mit Platzeck. Hrhrhr. Seit langem mal deutsche Politik um mich herum. Moegen alle ihren Tag der deutschen Einheit gut verbringen. Ich tue es mit Kultur und einem guten Hesse…

Bis dahin meine Freunde..Bis dahin…

Zimmervisite

September 28, 2008

Also das Essen gehen mit den Frauen war echt nett. Die eine, Frauke aus Hannover war da wegen dem evangelischen Frauentreffen in Warschau und Karin, ja Karin ist halt auch eine Freiwillige und zieht eventuell auch zu mir. Ja jetzt zu meiner Wohnung, wohl erst mal zu meinem hinkommen dort. Waldemar, der Mann von meiner eigentlichen Tutorin, die es dann doch nicht geworden ist, weil sie schwanger ist, hat mich abgeholt. Er ist ein seehr ruhiger und langsamer Mensch. Noch recht jung und als Pfarrer tätig. Problem: Er kann weder Englisch noch Deutsch fließend und polnisch auch nur im schneckentempo. Zumindest hat er mich in die Tabita gefahren und ja, die Polen fahren wie die Irren. Dort angekommen, eigentlich von den Heimbewohnern nett begrüßt worden und einige können sogar deutsch. Sind dann hoch in mein „Zimmer“. Erster Schock, die Küche und das Bad ist zum Teilen da, nur dass ich bis jetzt mir hier mit niemanden was teilen mus. Zweiter Schock, Kein Kühlschrank und Duschvorhang. Dritter Schock, Kapuff als Zimmer, Vierter Schock, kein Inventar. Ein völlig leeres Zimmer. Nun jut, nachdem Waldemar ein paar Leute zusammen gesucht hat, kamen doch nach und nach Möbel in mein Zimmer. Ich habe einen Schrank, ein Bett, eine Komode mit Fernseher, einen Tisch und zwei Stühle und meinen heißgeliebten grünen Sessel. In der Küche fehlt zwar immernoch alles aber naja. Danach sind wir einkaufen gegangen. Damit ich die nächsten Tage zumindest überleben werde. Danach wars still. Keine Besuche mehr, niemand. Ich arbeite nicht und direkt neben mir ist die Maschine für den Aufzug. Das mit dem Arbeiten kotzt mich echt an. Ich bin seit zwei Wochen in Polen und habe noch nichts gemacht. Aber genau deswegen bin ich doch hier. Wenn es morgen keine Verbesserung gibt, werde ich Ella terrorisieren. Solange bleibe ich Sims und Greys Anatomy abhängig. Schön ist und bleibt, dass die Sonne scheint und deswegen fahre ich gleich auch mal nach Warschau. Duschvorhang besorgen. Sonst verstinke ich hier noch…Also lasst euch von mir nicht entmutigen.

Wird hoffentlich bald besser. Haltet die Fahnenstange oben.

Sonnige Tage in Warschau

September 28, 2008

Liebe Freunde des wahren Optimismus. Es ist heut morgen wirklich geschehen. Ich habe das Licht der Welt erblickt. Nein, ich bin nicht wiedergeboren. Die Sonne. Ich habe heute tatsächlich seit langem mal wieder die Sonne zu Gesicht bekommen. Und es geht weiter mit Optimismus. Die Sonne scheint schon den ganzen Tag und es wirklich recht warm. Ich schwebe im siebten Himmel. Davon abgesehen war ich heut bei den Sojusz, bei der SDL und bei der FMS- Federacjia ach und so weiter eben..Hier sind nicht diesen komischen polnischen Zeichen drauf, die ich eigentlich bräuchte. Zumindest war ich bei der polnischen Sozialdemokraten Partei und das war super nett. Haben mir viel erzählt und mich sehr herzlich empfangen. Sehr sehr nett. Sind genauso unorganisiert wie unsere Partei, das hat sie gleich sympathisch gemacht. Auch wenn sie derzeit die schwächste Partei im Land sind, immerhin sind sie daran schuld, dass Polen in der EU ist ;) .

Zumindest war ich dann auch noch davor in der Deutschen Botschaft, wegen dem Visum. Und welch Wunder, dafür muss ich mich erst mal mit den Russen auseinander setzen, also werde ich das auch mal die Tage tun. Bin danach in den Coffee Heaven und habe dort sogar noch Geld gefunden und einen supergeilen Mango Delight getrunken. War dann noch shoppen und hab DVD und Spiele gekauft, obwohl ich bei dem Spiel nur hoffen kann, das dies mein Lapi mitmacht. Hab dann sogar noch kurz gearbeitet und weiter Abrechnungen gemacht. Heut Abend geh ich vielleicht noch mit Karin essen. Sie ist auch als Freiwillige in der Diakonie und wollte polnisch lernen in ihrer Rentenzeit. Was sie jetzt haut macht. Eventuell werden wir sogar gemeinsam in einer Stelle sein.

Gestern war eigentlich auch super schön. Hab erst die Factura abgeholt und sie mit List und dem Vorspiel von Unwissenheit ergattert. Danach war ich im größten Park von Warschau. Im Lazienki-Park. Dort war es echt superschön und ständig diese Hochzeiten. Eben ist schon wieder eine an mir vorbei gerauscht. Die haben hier eine echte Lobby dafür. Wenn ich endlich mal Internet habe, muss ich die Bilder mal hochladen. Hab gestern viel Sightseeing gemacht und mich in diese Stadt verliebt. Die Uni ist der Hammer und da werde ich auch ab Oktober verweilen, weil ich dort meinen Sprachkurs mache. Ansonsten war eigentlich alles super, bis zu dem Punkt, dass mich so ein Arsch von Kassierer wegen Blödsinn angemault hat und mein Essen danach auch noch total angebrannt ist. Das hat den Umsturz gebracht. Befinde mich derzeit auch im Umdenkungsprozess. Ich versuche mich selbst zu ergründen und warum ich eigentlich nicht der tollste Mensch der Erde bin. Ach Mist, ja Arroganz gehört auch dazu. Ich werde mich sicherlich nicht ändern können, aber zumindest kann ich mal über alles nachdenken und vielleicht besser machen. Die Diskussion mit mir selber über die Existenz Gottes verläuft immer wieder ins Nichts. Kann daran liegen, dass meinen Positionen mit meinen Ichs nicht klar geregelt sind, aber ich habe es versucht. Ich warte immernoch auf eine Eingebung oder einen Person, die mir die Welt zumindest richten kann. Gerade fühl ich mich ganz wohl hier. Werde eventuell auch demnächst mal ansteuern ins Konzert zu gehen. Hoffe zwar immernoch darauf Menschen kennen zu lernen, aber zumindest hatte ich heute guten menschlichen Kontakt mit gleichgesinnten. Ich werde heut Abend eventuell den Vorsitzenden der Warschauer Jusos anrufen. Mal schauen, ob der sich freut und mich vielleicht mal treffen mag. Ich hoffe sonst sehr, dass es euch allen gut geht.

Ab morgen ziehe ich dann nach Konstancin-Jerziona und auch dort freue ich mich immer wiederb über Menschen, die mich besuchen mögen, solange ich hier noch alleine bin auf diesen Planten und der Kauf von Telefonkarten sich immer wieder als schwierig heraus stellt. Ich hoffe dem Weltfrieden geht’s gut, die SPD auf Auswindskurs und überhaupt ist noch alles so wie vorher nur ein bisschen besser, aber natürlich muss man mich auch vermissen ;)

So, ich versuche jetzt erst mal Freunde zu finden, oder besser ich kauf mir jetzt erst mal einen Kaffe….Hab auf Kaffe verzichtet und mir lieber noch ein Mango light geholt. Die Sonne ist echt toll. Bringt mich nichts aus der Fassung. Habe mir gerade Operkarten für 7 Euro gekauft!! Vor allem sind das mit fast die teuersten. Gehe am 2.Oktober zu einem deutsch-polnischen Projekt Noseratu. Freu mich schon. Ist mit Babelsberger Filmorchester. Naja, arbeite jetzt weiter a meiner Ich bin so-Liste.

Es zeiget sich ein wahres Gesicht

September 23, 2008

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Sehr geehrte Damen und Herren, wir befinden uns im Zirkus des Lebens.

Heute treten auf, der Tiger, dargestellt vom Mut, der Affe heute in der Rolle von der Menschlichkeit und zuletzt, das Tapier als der Tapferkeit.

Wir heißen sie alle herzlich willkommen.

So sprang die Weisheit noch spontan dazu. Nun stehen alle in der Manege und wissen nicht, miteinander anzufangen. Die Menschlichkeit fragt sich, was sie mit dem Mut zu tun hat. Das Tapier kann sich nicht vorstellen, mit dem Mut zusammen zu gehen und der Affe fühlt sich eh fehl am Platz zwischen all den Aufgaben.

Sorry, aber ich musste zwischendrinn auch mal etwas lyrisches los werden, auch wenn es dem nicht so gleich kommt, wie ich erzählen mag.

Zuerst…Es ist alle anders als gedacht und zweitens, Vorstellungen sind fehl am Platz. So ein Freiwilliger ist halt alles und nichts. Wie meine Arbeit wirklich aussehen soll, kann man nicht so genau sagen, wo ich wohnen werde auch nicht. Zumindest gibt es viel Urlaub zu verbraten und jeder ist eingeladen Ostern mit mir auf dem Beethovenfestival zu verbringen. Weihnachten geht’s hoffentlich nach Österreich Skifahren und auch da sind noch Plätze frei. Ansonsten gestern die Ankunft in Warschau. Auf einmal völlig ins kalte geschmissen. Spontaner Sprachkurs. Völlig verwirrend und sinnlos, wenn man eh die ganze Sprache nicht versteht. Komisches Seminar ohne Plan und Struktur. Dafür haben wir nun endlich mal coole Leute dabei. Menschen mit wahren Humor mit denen wir einen tollen Abend verbracht haben. Ok, Wodka war auch im Spiel, aber nicht hauptsächlich. Die Nacht war der Horror. Die Matratze ist nur ein Stück Stoff und darunter sind Federn tja und direkt das Fenster zur Hauptstraße nachdem mein Zimmer mir brutal geklaut wurde. Von wegen die Deutschen klauen nicht.

Unser Quotenpole der jetzt mit in der Gruppe ist, macht alles für uns. Deswegen hab ich jetzt Geld auf meiner neuen polnischen Handykarte. Jedoch diese habe ich mir gestern selbst geholt. Eine Handykarte!! Voll geil. Und das auf polnisch…So kann man mich jetzt auch erreichen…

Ansonsten viel Seminar-Sprachquatsch. Heute Mittag waren wir Girogen essen. Maultaschen, ein absolutes Nationalgericht in Polen. Es gibt wirklich noch viel zu sehen. Leider macht das Wetter nicht mit. Seit 3 Wochen keine Sonne mehr. Demnächst muss ich Assitoasten gehen, sonst werd ich noch depressiv. Zu meinen Gewicht Habe das Gefühl abzunehmen, könnte aber auch eine reine Täuschung sein und ich werde insgesamt einfach fetter.

So jetzt muss ich erst noch mal zum Seminar.

Bis dann ihr lieben..Bussis an alle…

(Vor allem an Mama&Papa&Hasis und meinen Schatz und an meine Lini und an den Stefan) :) .

Hab euch lieb!!

P.S..Meine Nummer…0048500826318

Schaut mal nach billig Nummern im Internet und ruft mich an :)

Sooo aaallssooo, gestern nech, gestern der Samstag. Wir, öhm ja geschafft vom Seminar und mal wieder die altbekannte Frage, wie wir uns fühlen und dass wir uns verändern werden und alle unsere Freunde verlieren werden. Ich kann es nicht mehr hören. Ich denke man muss es erst mal sehen was kommt, halt nicht vorher schon die Panikquatsch. Zumindest nach all den schönen Seminaren haben wir uns schön hingesetzt und Poker gespielt. Die Mädls haben haushoch verloren. Nebenbei haben wir ein bissl Nationalgetränk getrunken und sind dann zum Entschluss gekommen in den Klub zu gehen. Also sind wir los gestiefelt ins Studenten viertel. Da sind wir auch fündig geworden, jedoch wollte dann die Hälfte der Gruppe leider nicht mehr am Abenteuer teilhaben. Bitte, das beste verpasst. Also polnische Klubs. An Türstehern fehlt es ja nicht unbedingt. Die Klos….disgusting. Die Getränke, nicht ihr Geld wert. Aber die Musik uiiii…Erst 80er dann 90er und wir endeten mit Elektro. Wir haben vielleicht ab getanzt. Nun zum polnischen Klubverhalten. Es wird getanzt, viel und hemmungslos und vor allem Standtart.Ich denke sie werden damit schon geboren. Zumindest war es ein ziemlich genialer Abend und gegen 4.00 Uhr sind wir dann auch mal nach Hause gestolpert. Die Stadt, in der Nacht absolut hell und erleuchtet. Das war echt mal ein wirklich schöner Abend. Sonntag morgen ging jedoch mit Kirche los. 10.30 hieß es Gottesdienst. Auf polnisch. Es war furchtbar, ich hatte noch nie so viel Angst während eines Gottesdienst einzuschlafen. Und irgendwie war alles anders. Die ganze Liturgie. Völlig anders. Zumindest hatten sie kuhle Chormusik. Danach waren wir noch beim Kirchenkaffe im Kirchenkeller. Aber die Kirche ist auch eine rießige groß Basilika, unbegreiflich, wie die Protestanten hier so viel Geld haben konnten. Zum Mittag gabs ein ordentliches Steak. Das war was. Danach hatten wir Freigang. Shoppingtime. Viel gesehen, viel eingekauft, viel Frust geschoben, aber gut wieder angekommen.

Apropos, mein Knie is im Hintern. Unbegreiflich. Tut sau weh. Zumindest sitzen wir jetzt hier wieder und diskutieren.

Besonders hier zu bemerken ist für mich jedoch gerade noch, dass mein Großer heut Geburtstag hat. Alles alles gute Zum Geburtstag lieber Philip..

Hab viel Erfolg bei dir im Brittenland….

Wir sehen uns ja bald wieder ;) .

Irgendwie ist Internet finden, mehr als die reine Hölle. Man findet einfach keinen öffentlichen Platz zum Internet ziehen. Es ist zum heulen. Fast so ähnlich wie meine Stimmung. Derzeit auf Teifpunkt und ich habe gar keine Lust mehr auf irgendwas. Gott sei Dank gibt es meinen gemütlichen Coffe-Heaven, wo ich zumindest ein bisschen abschalten kann. Aber ob das so bleibt. Hm ich hoffe trotzdem, dass es euch allen soweit gut geht. Morgen geht’s los mit arbeiten und am Freitag ziehe ich dann nach Konstancin, ins Altersheim :) )…Ob mir das so gut bekommt steht noch in den Sternen, aber ich hab ja noch nicht mal angefangen zu arbeiten, geschweige denn polnisch zu lernen…Meinen Cappucino kann jedoch schon durchgängig auf polnisch bestellen.

Der Rest, wird sich zeigen…

Nach einer leichten Downphase und dem Urteil, dass es hier Menschen und Organhandel gibt..Sind wir auf dem Weg der Besserung, ich warte auf Besuch ;)

Beginn einer Reise

September 18, 2008

Uwaga heißt Achtung, soweit bin ich also schon mit meiner Sprachkenntnisaufnahme, aber wäre dem nicht genug, sind wir aufgrund von Ausländern ja die ganze Zeit gezwungen englisch zu reden. Dabei können immer wieder durchaus interessante Sachen passieren.
So möchte ich euch ein paar neue Wörter bekannt machen…
Neu im Sprachgebrauch aufgenommen sind:
Gooden Appeteit
Happy Mushroom
oder immer wieder beliebt cooking-Top…
Es ist wahrlich ein kleines Abenteuer andere Sprachen zu sprechen.
Immerhin gibt’s hier einige, die bereits ihre fünfte Sprache sprechen und ich bin gerade mal bei der dritten, also abgesehen von dem toten Latein.
Apropos. Studienwünsche. Eben da hab ich auch noch Probleme. Vielleicht Medizin, vielleicht Theologie und jüdische Studien, oder ich mach ein Jahr Babypause…

Hm, nur vielleicht ohne Baby…Das wäre mir zu anstrengend.
Wohl so wie ich hier zunehme seh ich mich als Kugel zurückkommen. Ich weiß echt nicht so genau, was ich fürn Sport machen soll.
Was solls. Ach ja, Sprachen.

Besonders schwierig ist es, betrunken zu sprechen.
Ich gebe es zu, ich habe mich dem Wudka und stark Bier hingegeben und ja ich gebe es ebenfalls zu, ich war unnüchtern. Nicht betrunken, aber unnüchtern. Ich hab versucht in dem Zustam Billard zu spielen und habe Haus hoch verloren.
Immerhin weiß ich jetzt, dass ich mal wieder das Nesthäckchen bin. Einige sind hier schon fast 30…Auch wenn sie sich nicht so benehmen. Eigentlich auch egal, morgen geht’s nach Warschau zurück und noch mal ne Runde Seminar. Aber davor wird noch mal ausgiebig geshoppt und Abends geht’s auf Party, aber leider wissen wir immernoch nicht wo die beste Party gehen.
Ich werd bescheid sagen, ob ich nach der polnischen Disko noch lebe und mich noch an alles erinnern kann ;) ..
Bis bald

Apropos, nach zwei Stunden Intensivkurs polnisch, fühlt man sich wie durch die Hölle gegangen….

Beginn einer Reise

September 16, 2008

Es ist soweit. Seit gut einer halben Stunde sitze ich im EC nach Warschau. Der erste Akt mit dem Auto nach Berlin zu kommen, ist ja nun auch geschafft. Immerhin, der Zug hatte noch nicht mal Verspätung, was glaub ich für die Bahn schon ein Sonderfall ist. Dafür zahlen wir zwar 60 Euro Parkplatzgebühr, aber was solls.
Die letzten Tage waren wahrlich noch aufregend und aufrührend.
Am Samstag die große Abschiedsfeier mit allen Leuten, die wichtig sind. Das war wirklich schön und hilfreich, um sich noch mal verabschieden zu können.

Am Sonntag morgen wurde ich dann noch mal zum Seminar gezwungen. Mein viertes Seminar zu diesem Auslandsjahr. Ich habe bald das Gefühl, dass ich allein nur wegen dem ganzen Psychosomatik Quatsch bei den Seminaren das Jahr abbrechen werde. Da bekommt mein ein wahres Burn out.
Was solls, immerhin bot sich so die Gelegenheit, noch mal ins Kino in Erfurt zu gehen und Batman anzuschauen. Ist wirklich sehr empfehlenswert.
Gott sei Dank wurde ich jedoch am Dienstag schon wieder vom Seminar entlassen.
Der Abend wurde noch beim Italiener verbracht, um am nächsten Tag zum Shoppen und Reisepassabholen durchzustarten.
Die wahre Energie forderte jedoch noch der 11.September, Mutter-Geburtstag.
Es gab viel zu viel Gutes deutsches Essen. Da muss man erstens die Angst pflegen dick zu werden und zweitens nun endgültig sich dem polnischen Essen zu verweigern.

Am Freitag ging es nun also los. Nachdem ich noch Hals über Kopf mein Koffer gepackt habe, weil das habe ich irgendwie die ganze Zeit davor immer vor mich hin geschoben, vielleicht weil damit die Abreise endgültig wurde.
Mein Verabschiedungskomitee bestehend aus Linda und Jens haben mir die letzten Minuten der Heimat noch versüßt und so wird es nun einem wirklich schwer ums Herz.

Natürlich frage ich mich die ganze Zeit, ob es wirklich so die brennend beste Idee ist, nach Polen zu gehen.
Nicht nur, dass ich das Land eigentlich eher ein wenig beschränkt finde (und das nicht nur wegen der dortigen Politik), (aber vielleicht ist genau die Tatsache, dass das Land nicht so einem bekannt ist, gerade das beste um es kennen zu lernen), sondern auch, weil man die Angst pflegt, dass es vielleicht schief geht. Dass ich wieder zurückkomme und da ist nichts mehr so wie vorher. Meine Freunde, Freund weg und vielleicht die Familie ganz verändert. Scheiße ey, jetzt, wo die Grenze vor meinen Füßen liegt, da will ich nicht mehr. Großes Mist,Mist,Mist. Man kann es nur hoffen, dass es besser wird. Wird es ja wohl auch hoffentlich. Scheiße ist natürlich auch, dass unklar bleibt, wie das nun mit der Abholung von meiner Tutorin wird. Irgendwie gibt’s nur Schwierigkeiten von Anfang an mit den Polen. Naja jetzt sind wir schon in Frankfurt Oder und heut Abend dann in Warschau. Mal gucken, was das Leben bringt.

So, da ich ja bekanntlicher weise erst mal kein Internet habe, schreib ich erst mal nur so herrlich für mich und eines Tages vielleicht einen Internetzugang finde…
Aaaallssoo.Wir haben nun von Freitag bis Sonntag schon in Warschau abgehangen.
Mit Eltern und Freund, war das echt noch mal richtig schön, so zum Schluss.
Wir haben viel gesehen, also von den Einkaufszentren. Hrm und wir waren beim jüdischen Festival, dem Warschau-Singer-Festival in der letzten jüdischen Straße von Warschau. Das war wirklich beeindruckend. Also ich mein nicht nur die Musik, Kunst und das Essen, sondern auch die Vorstellung, dass hier die Menschen lebten, bevor sie abtransportiert wurden. Das ist echt ein etwas komisches Verhältnis in Warschau. Das ständige Verständnis der Vergangenheit. Zahlreiche Denkmäler, die an die Nazis erinnert und an deren Schandtat. Ich bin mir leider noch nicht so richtig schlüssig, ob man als Deutscher hier überhaupt sein darf. Es verfolgt einem ständig die Schuld der älteren Generationen. Ich fühle mich natürlich dem nicht schuldig, aber irgendwie verantwortlich. Ich werde die Tage mal auf den Spuren der Juden wandern, um vielleicht mehr zu verstehen. Überhaupt hab ich noch sooo viel vor. Ich hab schon zwei Zettel voll mit dem, was ich noch sehen und machen will. Da stehen jedoch noch nicht die Sehenswürdigkeiten in der Umgebung drauf. Zumindest hab ich jetzt alle meine Lieben verabschiedet. Es war schwer, aber wenn man nicht daran denkt, kann es auch einem nicht in Besitz nehmen.
Wir sehen uns wieder, ich denke sogar bald und Ostern ist hier großes Beethoven-Festival. Immer wieder eine gute Gelegenheit.
Diese Woche bin ich jetzt erst mal in meinem eigentlichen Arbeitsort Konstancin zum Seminar. Mit alten Bekannten versteht sich und natürlich auf Englisch. Zum heulen.
Danach geht’s nach Warschau zurück zum Seminar. In eine voll kuhle Wohnung, was auch zu beginn meine sein wird, da mein eigentlicher Wohnungsort noch gebaut wird. Tjaja mein Altersheim wird ausgebaut. Gut gut, aber eins nach dem anderen. Also meine Tutorin ist voll nett. Die Wohnung ist eine Studentenbutze von Theologiestudenten gegenüber dem Erzbischofswohnung von Warschau. Jepp ich habe den direkten Blick auf die Katholiken. Es sind zweier Zimmer, aber ich weiß ja auch noch nicht genau was wird.
Zumindest ist das in der Tat alles sehr aufregend. Sprachkurs gibt’s dann in der Uni, sicherlich auch auf Englisch. An das Tramnetz muss ich mich zwar noch gewöhnen und auch daran, dass man nicht unerlaubt über Straßen gehen darf (mein erster toller Kontakt mit der Polizei).
Es ist einiges anders und schwierig, aber da muss man wohl mal zurückstecken können und mal schauen. Ich verspreche hiermit auch offiziell demnächst nicht mehr so viel gebündelt zu schreiben. Das bleibt die Ausnahme, versprochen.
Aber ich habe noch viel zu sehen. Ich werde berichten.
Alle zu Hause gebliebenen wünsche ich aaaallllless erdenklich gute.
Kuss an Linda…
Bussl an Thekla und Mary und auch Johann^^
Alles liebe an meine liebste Helen und dem Phil.
Knuddl an Mum and Dad, p.s. Es gibt eine Indoorgolfhalle
Und ein ganz fetten Schmatz an meinen Süßen Richard…

Bis dann, Eure Anni…
Meine E-Mail für Nachfragen: Ann-Kathrin_Biewener@web.de

P.S…Ich habe Angst zu Fett zu werden, abgesehen von dem, was ich schon drauf habe…
Ich kann mich jedoch für keine Sportart entscheiden…Kann mir jemand eine Empfehlen im kalten Osten??

Wisst ihr was…Ich habe das wirklich wahre Problem der Welt entdeckt.
Wer kann schon im betrunkenen Zustand Englisch reden?
Geschweige denn Verstehen?. Ich sehe darin ein wahrlich schwieriges Problem und nun seh ich, worin das politische Problem besteht. Wodka und Rotwein. Sobald ein Korrespodent zu viel trinkt, wird alles seeehr schnell komplett anders verstanden.
Was lernen wir daraus..Gar nicht erst zu diplomatischen Treffen treffen.

Heute den ersten Kontakt mit der Zivilisation gehabt. Nachdem wir erstmal eine Einheit Polen und seine Eigenschaften gemacht haben, ja auch in Polen wird geklaut…Durften wir feststellen, dass wir heute Freigang bekommen. Freigang bedeutet ein Tag in Polen..Und was haben wir da so gemacht. Um ehrlich zu sein, nicht viel. Wir waren shoppen und hatten viel zu oft Kontakt mit polnischen Mitbürgern, die kein Englisch können. Was solls. Eigentlich sollten wir unter nem Thema in die Stadt. Hm irgendwie haben wir das nicht geschafft. Also was lernen wir daraus, lasst uns nicht allein in einer Großstadt. Zumindest haben wir nach stundenlangen Querereien dann ein Internetcafe gefunden. Enlich wieder chatten. Was für eine Wohltat und Gott segne noch alles klar an der Front. Wie dem auch sei. Ich vermisse euch schon ganz schön heftig…Wir sind jetzt auch schon wieder die ersten aus Warschau, aber es war auch scheiße kalt. Sibirisch um das so mal zu sagen.
Scheiße ey, wie auch immer man das überstehen soll….
Bis dahin, machts erst mal gut…

Halloechen

September 16, 2008

Sorry Leute..Hatte bis jetzt kein fliessend Internet, aber schon ein zwei Seiten langen Bericht, also freut euch schon mal :)